40 Jahre Partnerschaft der Handwerkskammern für Unterfranken und Calvados
Gemeinsamer Einsatz für das Handwerk in Europa
Seit dem Jahre 1966 besteht eine enge Partnerschaft zwischen der Handwerkskammer Calvados/Caen und der Handwerkskammer für Unterfranken. Zur Feier des 40-jährigen Partnerschafts-Jubiläums weilte Mitte Oktober eine Delegation aus der Normandie in Unterfranken, um dieses Ereignis bei einem Festakt im Fürstensaal der Würzburger Residenz zu begehen.
In seinem Grußwort würdigte Gastgeber Walter Stoy, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, die vielfältigen Früchte der Partnerschaft. „40 Jahre Partnerschaft sind wirklich eine Erfolgsgeschichte,“ so Stoy wörtlich. Dank regelmäßiger Treffen seien enge persönliche Freundschaften entstanden, auf deren Grundlage sich zahlreiche gemeinsame Aktivitäten entwickelt hätten. Damit komme sich das Handwerk in Europa – trotz aller Unterschiede – immer näher. Und „es darf uns nichts abhalten, weiterhin gemeinsam für eine noch bessere und gerechtere Gesellschaft, für ein besseres Verstehen und damit für ein Europa in Freiheit und Frieden zu arbeiten“, resümierte Walter Stoy die übergeordneten Ziele der Partnerschaft vor den geladenen Gästen aus Frankreich, aus dem Bezirk der polnischen Partnerkammer Pommern in Danzig sowie regionalen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.
Für die Delegation aus dem Calvados und der Handwerkskammer in Caen überbrachte Präsident Serge Turpin herzliche Grüße und dankte für den langen gemeinsamen Weg zum heutigen Stand der Partnerschaft und für das 40-jährige freundschaftliche Miteinander. Um das Zusammenwachsen der Länder Europas zu erreichen, sei es notwendig, dass die Menschen sich auch persönlich begegnen. Nur so sind die Ziele der Europäischen Kommission, einen einheitlichen Rahmen für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa zu schaffen, umzusetzen, begründete Turpin die Notwendigkeit des regelmäßigen Austausches.
Handwerk ist Fundament jeder Gesellschaft
Einen weiteren Höhepunkt des Festaktes bildete der abschließende Austausch der Gastgeschenke: Präsident Walter Stoy und Hauptgeschäftsführer Lauer überreichten an Präsident Serge Turpin eine von einem Würzburger Steinbildhauer gestaltete Steinsäule aus fränkischem Muschelkalk, die die Entwicklung der 40-jährigen Partnerschaft zwischen beiden Kammern symbolisiert. Auch die Gäste aus Calvados hatten ein Geschenk im Gepäck. Sie überreichten an Stoy und Lauer die Skulptur einer normannischen Künstlerin, ein stilisierter Leuchtturm aus Ton-Gips mit in Glas gravierten kalligraphischen Buchstaben.
In Anerkennung der großartigen Verdienste um die Partnerschaft ehrten Präsident Walter Stoy und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer ihre Kollegen Präsident Serge Turpin und Hauptgeschäftsführer Charles Leparmentier mit dem Goldenen Siegel der Handwerkskammer für Unterfranken. Die gleiche Auszeichnung erhielten Präsident Wiesław Szajda und Hauptgeschäftsführer Włodzimierz Szordykowski von der Handwerkskammer Pommern in Danzig, zu der mittlerweile eine fünfjährige freundschaftliche Beziehung besteht.
Weiterbildungs-Konzepte für das Handwerk in Europa
Seit dem Jahre 1966 besteht eine enge Partnerschaft zwischen der Handwerkskammer Calvados/Caen und der Handwerkskammer für Unterfranken. Zur Feier des 40-jährigen Partnerschafts-Jubiläums weilte Mitte Oktober eine Delegation aus der Normandie in Unterfranken, um dieses Ereignis bei einem Festakt im Fürstensaal der Würzburger Residenz zu begehen.
In seinem Grußwort würdigte Gastgeber Walter Stoy, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, die vielfältigen Früchte der Partnerschaft. „40 Jahre Partnerschaft sind wirklich eine Erfolgsgeschichte,“ so Stoy wörtlich. Dank regelmäßiger Treffen seien enge persönliche Freundschaften entstanden, auf deren Grundlage sich zahlreiche gemeinsame Aktivitäten entwickelt hätten. Damit komme sich das Handwerk in Europa – trotz aller Unterschiede – immer näher. Und „es darf uns nichts abhalten, weiterhin gemeinsam für eine noch bessere und gerechtere Gesellschaft, für ein besseres Verstehen und damit für ein Europa in Freiheit und Frieden zu arbeiten“, resümierte Walter Stoy die übergeordneten Ziele der Partnerschaft vor den geladenen Gästen aus Frankreich, aus dem Bezirk der polnischen Partnerkammer Pommern in Danzig sowie regionalen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.Stoy erinnerte an die Begründung der Partnerschaft im Jahre 1966 und die damaligen Präsidenten Philipp Schrepfer und Guy Bertheaume, sowie die Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Walle und Fernand Chevalier. Er dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Kammermitarbeitern namentlich, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten engagiert für die Partnerschaft eingesetzt haben.
Für die Delegation aus dem Calvados und der Handwerkskammer in Caen überbrachte Präsident Serge Turpin herzliche Grüße und dankte für den langen gemeinsamen Weg zum heutigen Stand der Partnerschaft und für das 40-jährige freundschaftliche Miteinander. Um das Zusammenwachsen der Länder Europas zu erreichen, sei es notwendig, dass die Menschen sich auch persönlich begegnen. Nur so sind die Ziele der Europäischen Kommission, einen einheitlichen Rahmen für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa zu schaffen, umzusetzen, begründete Turpin die Notwendigkeit des regelmäßigen Austausches.Im Namen der Europastadt Würzburg dankte Bürgermeister Dr. Adolf Bauer für die Aufbauarbeit der Handwerkskammern und ihr stetes Bemühen, das Zusammenwachsen in Europa zu fördern und bezeichnete dies auch als eine wichtige Zukunftsaufgabe. Die Festansprache zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft hielt Frau Dagmar G. Wöhrl, MdB und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Handwerk ist Fundament jeder GesellschaftSie lobte die Partnerschaft zwischen den beiden Kammern, die mit viel Leben erfüllt sei, was die Messeauftritte in den jeweiligen Ländern und das gemeinsame Engagement für die Aus- und Weiterbildung belegten. Das Handwerk liege ihr besonders am Herzen, denn „das Handwerk ist der vielseitigste Wirtschaftsbereich und immer noch das Fundament jeder Gesellschaft,“ betonte die Staatssekretärin wörtlich. Eine gesunde Wirtschaft benötige beides: das bodenständige Meister-Handwerk ebenso wie die High-Tech-Industrie. In ihren weiteren, innenpolitisch geprägten Ausführungen, äußerte sie die Erkenntnis, dass das Handwerk eine Politik benötige, die es nicht immer mit neuen Kosten überziehe, sondern im Gegenteil davon entlaste. „Es braucht nicht mehr, sondern weniger Bürokratie“. Deshalb bilde die Mittelstandspolitik auch das Kernstück der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Als Sofortmaßnahme bezeichnete sie das verabschiedete 1. Mittelstandsentlastungsgesetz mit 18 Einzelmaßnahmen, darunter die Anhebung der Schwelle zur Buchführungspflicht ab einem Jahresumsatz von 500.000 Euro statt bisher 350.000 Euro.
Ziel sei es auch, die gesamten Lohnzusatzkosten dauerhaft unter 40 % zu senken. Erster Schritt sei die Absenkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung um zwei Prozentpunkte von 6,5 % auf 4,5 %. Auch die Reform der Erbschaftsteuer bei Betriebsübergaben habe größte Bedeutung. Ausdrücklich lobte Wöhrl das Engagement der Unternehmerfrauen, der Meisterfrauen im Handwerk, die ganz erheblichen Anteil am Unternehmenserfolg hätten.
Einen weiteren Höhepunkt des Festaktes bildete der abschließende Austausch der Gastgeschenke: Präsident Walter Stoy und Hauptgeschäftsführer Lauer überreichten an Präsident Serge Turpin eine von einem Würzburger Steinbildhauer gestaltete Steinsäule aus fränkischem Muschelkalk, die die Entwicklung der 40-jährigen Partnerschaft zwischen beiden Kammern symbolisiert. Auch die Gäste aus Calvados hatten ein Geschenk im Gepäck. Sie überreichten an Stoy und Lauer die Skulptur einer normannischen Künstlerin, ein stilisierter Leuchtturm aus Ton-Gips mit in Glas gravierten kalligraphischen Buchstaben.In Anerkennung der großartigen Verdienste um die Partnerschaft ehrten Präsident Walter Stoy und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer ihre Kollegen Präsident Serge Turpin und Hauptgeschäftsführer Charles Leparmentier mit dem Goldenen Siegel der Handwerkskammer für Unterfranken. Die gleiche Auszeichnung erhielten Präsident Wiesław Szajda und Hauptgeschäftsführer Włodzimierz Szordykowski von der Handwerkskammer Pommern in Danzig, zu der mittlerweile eine fünfjährige freundschaftliche Beziehung besteht.
Im Gegenzug überreichte Präsident Serge Turpin im Namen von Alain Griset, dem Präsidenten des französischen Zentralverbands des Handwerks, an Präsident Walter Stoy die höchste zu vergebende Auszeichnung, die „Goldene Medaille der Anerkennung des Handwerks“. Damit würdige, so Turpin, das französische Handwerk den langjährigen Einsatz Stoys im Dienst der Menschen, die der eigentliche Reichtum des europäischen Handwerks seien.
Weiterbildungs-Konzepte für das Handwerk in EuropaZum Programm des Jubiläums zählte auch eine Arbeitstagung , an der die Spitzen der drei Handwerkskammern für Unterfranken, Calvados/Caen und Pommern teilnahmen. Auf der Tagesordnung standen aktuelle und künftige partnerschaftliche Aktivitäten. So werden zum nächsten Junghandwerkeraustausch, der turnusgemäß Ende April in Würzburg stattfinden wird, Jugendliche aus Frankreich und Polen für eine Woche nach Unterfranken kommen und hier auch Einblicke in Betriebe des eigenen Berufes gewinnen können. In den vergangenen 22 Jahren haben mehr als 400 Junghandwerker von diesem Austauschprogramm profitieren können, davon 204 deutsche, 183 französische und 30 polnische Jugendliche. Voraussichtlich ab 2008 kann der Austausch auf Grundlage eines neuen EU-LEONARDO-Mobilitätsprogrammes neu konzipiert werden, wobei der Aufenthalt auf drei Wochen ausgedehnt werden soll und als Bestandteil der beruflichen Ausbildung gewertet werden kann.
Nach dem bereits zwei umfangreichere multinationale EU-Projekte zum „Handwerks-Design“ und zum „Kundenberater im Kfz-Gewerbe“ erfolgreich durchgeführt wurden, befindet sich derzeit das von der Handwerkskammer Pommern verantwortlich geleitete LEONARDO DA VINCI-Projekt „Die Frau im Business“ mit weiteren Partnern in Schweden, Lettland und Bulgarien auf einem guten Weg. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem Weiterbildungskonzept für (weibliche) Coaches, die junge Existenzgründerinnen beim Start in die Selbstständigkeit unterstützen sollen. Hierbei vertrauen die EU-Partner gerne auf Erfahrungen aus Deutschland.
online seit 07. Nov 2006, aktualisiert am 14. Feb 2007
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