Imagekampagne muss ein Erfolg werden
Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer zum Start der Imagekampagne.
Es ist erschreckend, wie wenig die Bundesbürger über das Handwerk wissen. Geradezu unfassbar erscheint es, dass beispielsweise nur jeder zehnte Einwohner Deutschlandes den Metzgerberuf und nur jeder siebte den Bäckerberuf dem Handwerk zurechnet. Am Ehesten wird noch der Schreiner als Handwerker erkannt, wobei dies aber auch nur bei zwei Dritteln der Bevölkerung der Fall ist. Wir haben bereits in der DHZ über die Studie berichtet, die diesen Erkenntnissen zu Grunde liegt.
Angesichts dieser breit gestreuten Unkenntnis erscheint es auch nicht verwunderlich, dass trotz nahezu einer Million Betrieben und fast fünf Millionen Beschäftigten im deutschen Handwerk dessen enorm hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung vielfach völlig verkannt wird. Dies kann und darf nicht sein - Abhilfe tut deshalb dringend Not.
Vor diesem Hintergrund haben sämtliche deutsche Handwerkskammern in gemeinsamer Aktion eine Imagekampagne ins Leben gerufen, die auch bei den Fachverbänden auf eine ideelle Zustimmung gestoßen ist. Diese Kampagne muss zu einer Erfolgsgeschichte werden und sie wird es auch, wenn alle zusammen helfen.
Wie Sie den Veröffentlichungen in den Medien entnehmen konnten, sind wir in Unterfranken am 14. Januar im Rahmen einer Pressekonferenz in die auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegte Kampagne gestartet. Am 16. Januar um 20:14 Uhr war dann in einer ersten Aktion der offizielle bundesweite Start, der von allen großen privaten TV-Sendern Deutschlands übertragen wurde.
Als nächstes werden wir an alle eingetragenen Handwerksbetriebe in Unterfranken ein sogenanntes Starterpaket versenden, das zwei Aufkleber, ein Plakat und einen Bestellschein für weitere Kampagnenprodukte enthält. Hier richte ich an Sie allen den Appell: Bekennen Sie sich zur Kampagne, nutzen Sie dieses Paket und bekennen Sie sich damit zum Handwerk - Ihrem Berufsstand. Wenn alle Handwerksbetriebe in Unterfranken, wie auch in Deutschland eng zusammenstehen und alle gleichzeitig millionenfach für ihren Berufsstand Werbung treiben, dann kann es keinen Zweifel daran geben, dass die Kampagnenziele erreicht werden:
- Das Handwerk wird wieder als moderner und existenziell notwendiger Wirtschaftszweig von der Bevölkerung wahrgenommen
- Die Öffentlichkeit begreift die Stärke sowie die enorme gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung des Handwerks
- Jugendliche erkennen die Attraktivität von Handwerksberufen und die Karrieremöglichkeiten, die sich ihnen im Handwerk bieten.
- Der Politik wird die Macht des Handwerks vor Augen geführt, die es mit einem gemeinschaftlichen Auftritt demonstriert.
Ich weiß, dass es ein langer und steiniger Weg ist, den wir für diese Ziele gehen müssen. Doch jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt und der ist jetzt getan. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Schritt in die richtige Richtung weist und dass es uns gelingen wird, dem Handwerk wieder den ihm gebührenden Stellenwert in unserer Gesellschaft zu verschaffen - wenn wir alle gemeinsam diesen Weg beschreiten. Es gilt weiterhin der Wahlspruch: Gemeinsamkeit macht stark.
Gemeinsam werden wir erfolgreich sein zum Nutzen des deutschen Handwerks und damit zu unser aller Nutzen.
Ihr
Rolf Lauer
Hauptgeschäftsführer