Eine tolle Zeit



Große Freude: Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken (Mitte), überreichte gemeinsam mit Vizepräsident Alfred Veeth (3. von links) den französischen und polnischen Junghandwerkerinnen und Junghandwerkern ihre Praktikumsurkunden (Foto: Landeck).

 / HandwerkskammerLupe
Große Freude: Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken (Mitte), überreichte gemeinsam mit Vizepräsident Alfred Veeth (3. von links) den französischen und polnischen Junghandwerkerinnen und Junghandwerkern ihre Praktikumsurkunden (Foto: Landeck). / Handwerkskammer

Junghandwerker aus Frankreich und Polen lernten deutsche Handwerksbetriebe kennen

„Der Junghandwerkeraustausch dient dazu, im Bereich der beruflichen Bildung eine enge, gute und landesübergreifende Zusammenarbeit zu fördern. Insbesondere im Hinblick auf den europäischen Arbeitsmarkt können die jungen Handwerker neue berufliche Einblicke gewinnen und nützliche Erfahrungen sammeln“, erklärt Rolf Lauer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken. Vom 2. bis 9.Mai hatten sechs französische und sieben polnische Junghandwerker die Gelegenheit, tief in das unterfränkische Handwerk zu blicken. „Danke für diese tolle Zeit. Unsere französischen Junghandwerker haben den Aufenthalt in Würzburg wirklich genossen“, berichtet Sophie Börner, Betreuerin von der Handwerkskammer Caen/Calvados. Und ihre polnische Kollegin Marta Hamerska ergänzt: „Dieser Austausch bringt junge Menschen aus drei verschiedenen Ländern zusammen und somit rückte in dieser Woche Europa wieder ein Stück enger zusammen.“

Tiefer Einblick

Die jungen Handwerker/innen bekamen unmittelbar Einblicke in die Betriebsformen und Werkstattbedingungen. „Die Berufe haben teilweise die dem Deutschen entsprechenden Bezeichnungen, unterscheiden sich jedoch oftmals von der Arbeitsweise erheblich“, weiß Frank Weth, Geschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter Berufliche Bildung der Handwerkskammer für Unterfranken. So war bei der Schreinerei Auinger in Zell am Main der Praktikant Szymon Szulta begeistert von der neuen CNC-Maschine, die Formatieren, Fräsen, Sägen, Bohren und dübeln kann.

Josef Grünewald von der Metzgerei Grünewald hat seinem französischen Praktikanten das Rezept für echten fränkischen Leberkäse verraten. Außerdem erkannte er mit einem Augenzwinkern, dass sein Praktikant mit sehr viel Liebe arbeite, was jedoch auch viel Zeit in Anspruch nehme.

Francois Audigier durfte im Friseursalon Michael Ax zum ersten Mal Wimpern und Augenbrauen färben. Außerdem überraschte er seinen deutschen Chef mit der französischen Painting Technik, bei der die Strähnchen-Farbe mit Kamm und Pinsel auf die Haare aufgetragen wird, was ein Deutschland eher weniger praktiziert wird. „Die Kundin zeigte sich jedenfalls begeistert von seiner Arbeit“, berichtet Andrea Schnupp, die den Austausch von Seiten der Handwerkskammer organisiert und begleitet.

In seiner Begrüßungsrede unterstrich der Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken, Alfred Veeth den europäischen Gedanken dieses drei Nationen umfassenden Junghandwerkeraustausches: „Der Handwerkskammer für Unterfranken gemeinsam mit ihren Partnerkammern ist es ein Anliegen, den Teilnehmern des Junghandwerkeraustausches ein Gefühl dafür zu vermitteln,  was praktizierte europäische Vereinigung bedeutet: Vorurteile abbauen, Gemeinsamkeiten finden und die Unterschiede des Anderen verstehen lernen." Doch dies alles kann nur funtkioniern, wenn sich auch Betriebe bereit erklären, einen Praktikanten bei sich aufzunehmen.", betonte Veeth ebenfalls und bedankte sich noch einmal ganz besonders bei den beteiligten Betrieben für ihr Enagement und ihre enorme Gastfreundschaft.

Zeit zu sehen

Neben dem Betriebspraktikum hatten die Gäste aus Frankreich und Polen Gelegenheit, Würzburg und Umgebung kennen zu lernen. „Das ist sehr wichtig, denn nur so bleibt die Reise unvergesslich. Gerade der Besuch der Würzburger Residenz hat bei unseren Junghandwerkern einen tiefen Eindruck hinterlassen“, sagt  Sophie Börner. Am Ende einer ereignisreichen Woche übergab der Präsident der Handwerkskammer, Hugo Neugebauer, den jungen Handwerkerinnen und Handwerkern aus Frankreich und Polen eine Urkunde ­– und Leckereien aus der eigenen Rhöner Metzgerei. „Denn“, so Hugo Neugebauer, „ich habe gehört, dass die Chefs in den Betrieben sehr zufrieden mit ihnen waren. Für ihren Einsatz  möchte ich mich ganz herzlich bedanken.“

Beteiligte Betriebe waren in diesem Jahr:

  • Autohaus Stumpf, Würzburg
  • Bernadettes Haarsalon, Würzburg
  • Café-Konditorei Michl, Würzburg
  • Friseursalon Michael Ax, Würzburg
  • Friseursalon Steeg, Gerbrunn
  • Metzgerei Hermann Schömig, Würzburg
  • Metzgerei Grünewald, Würzburg
  • Schöpplein GmbH, Würzburg
  • Schreinerei Supp, Sommerhausen
  • Schreinerei Auinger, Zell am Main
  • Vollkornbäckerei Köhler, Rottenbauer

Bezuschusst und unterstützt wird der Austausch vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und teilweise auch vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

 

 

 

 

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online seit 18. Mai 2010, aktualisiert am 19. Mai 2010

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