Trinationaler Junghandwerkeraustausch 2005 in Danzig

Partnerschaft fördert gegenseitiges Verständnis

Im Jahre 2005 fand nach langjähriger Tradition des Austausches mit unserer französischen Partnerkammer in Caen/Calvados zum zweiten Mal ein trinationaler Austausch statt, an dem zusätzlich unsere Partnerkammer in Danzig beteiligt war. Vom 7. bis 14. Mai 2005 reisten sieben französische und sechs deutsche Junghandwerker auf Einladung der Pommerschen Handwerkskammer nach Danzig.

Der Junghandwerkeraustausch wird seit 1984 regelmäßig mit unserer Partnerkammer in Caen und seit 2002 nun auch mit unserer Partnerkammer in Danzig durchgeführt. Er ist eine wesentliche Säule der Kammerpartnerschaft und fördert, trotz aller Unterschiede, das gegenseitige Verständnis über Ländergrenzen hinweg.
Die Junghandwerker beim Besuch der Marienburg bei Danzig 

Der Austausch wurde auch in diesem Jahr wieder vom Deutsch-Französischen Jugendwerk bezuschusst und unterstützt. Ohne die Mitwirkung des DFJW wäre die Durchführung eines solchen Austausches für die Handwerkskammern nicht möglich.

Gerade in einer Zeit, in der viel über die Vor- und Nachteile der Erweiterung der Europäischen Union diskutiert wird, zeigt die Handwerkskammer für Unterfranken gemeinsam mit ihren Partnerkammern was praktizierte europäische Vereinigung bedeutet: Gemeinsamkeiten finden und die Unterschiede des Anderen verstehen lernen. Dies haben die jungen Handwerkerinnen und Handwerker während ihres Aufenthaltes in Danzig und vor allem während ihrer Mitarbeit in Handwerksbetrieben der Region in die Tat umgesetzt.

Die jungen Handwerkerinnen und Handwerker stammen aus verschiedenen Berufen. In der deutschen Gruppe waren zwei Friseure, ein Goldschmied, ein Elektroinstallateur, ein Kfz-Mechaniker und eine Damenschneiderin vertreten. Die französische Gruppe bestand aus drei Friseurinnen, einem Bäcker, einem Metzger/Koch und zwei Konditoren. Die Jugendlichen waren alle zum ersten Mal in Polen und entsprechend aufgeregt, wie sie in den Betrieben aufgenommen und welche Unterschiede zu ihrer gewohnten Arbeit sie wohl erwarten würden.

Die anfängliche Zurückhaltung verflog jedoch schnell durch die sehr herzliche und freundliche Aufnahme bei den Gastfamilien, die sich dazu bereit erklärt hatten, die Jugendlichen in ihrem Betrieb und gleichzeitig bei sich zu Hause aufzunehmen. Sprachbarrieren wurden wie immer schnell überwunden - wie wir inzwischen wissen, verstehen sich Handwerker auch ohne viele Worte hervorragend.

Die deutschen und französischen Jugendlichen waren begeistert von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der polnischen Gastfamilien, und genauso lobend äußerten sich diese über ihre "ausländischen Gesellen". Beim Abschied gab es sogar ein paar Tränen. Beide Seiten waren davon überzeugt, dass bei einer solchen Begegnung alle Beteiligten viel voneinander lernen können und Jugendliche im Handwerk deshalb ermutigt werden sollten, Praktikumserfahrung im Ausland zu sammeln. Auch waren sie sich darüber einig, dass gerade diese eine Woche eine hervorragende Möglichkeit sei, um in die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten eines fremden Landes hineinzuschnuppern.

Service im Überblick