Enge Kooperation

Sie nahmen auch die Photovoltaik-Schulungs-Anlage des Bildungszentrums der Handwerkskammer für Unterfranken offiziell in Betrieb (von links): Rolf Lauer, Prof. Dr. Norbert Menke und Hugo Neugebauer.
Lupe
Sie nahmen auch die Photovoltaik-Schulungs-Anlage des Bildungszentrums der Handwerkskammer für Unterfranken offiziell in Betrieb (von links): Rolf Lauer, Prof. Dr. Norbert Menke und Hugo Neugebauer.

Die WVV und die Handwerkskammer bauen ihre Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien aus

Am 22. Juni überreichte Prof. Dr. Norbert Menke, Geschäftsführer der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) der Handwerkskammer für Unterfranken den REVAi, das nach Angaben des Generalimporteurs Smiles AG derzeit meistverkaufte mehrsitzige Elektrofahrzeug der Welt vornehmlich zu Schulungszwecken. Zudem nahmen Prof. Norbert Menke sowie Präsident und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Hugo Neugebauer und Rolf Lauer, die neue Photovoltaik-Schulungsanlage des Bildungszentrums in Betrieb.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit der Würzburger Verkehrs- und Versorgungs-GmbH einen regionalen starken Partner an unserer Seite haben, mit dem wir noch viele gemeinsame Projekte bearbeiten können“, sagte Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken anlässlich der Übergabe eines Elektroautos und der Inbetriebnahme der Schulungs-Photovoltaik-Anlage. Prof. Dr. Norbert Menke bemerkte: „Die Kooperation zwischen Handwerkskammer und WVV bietet ideale Ansatzpunkte, um nachhaltige Energielösungen voranzutreiben. Zur Erreichung der Klimaschutzziele sind die Modernisierung des Gebäudebestandes und nachhaltige Energielösungen für Neubauten unerlässlich. Qualifizierter Beratung kommt hier eine Schlüsselrolle zu.“

Als Beteiligte am Energienetzwerk treten vier Partner in den Vordergrund: Die WVV als Netzbetreiber, Energielieferant und Contractor. Die Handwerkskammer als Anbieter von Qualifizierungsdienstleistungen im Bereich Energietechnik. Innungen und Energieberater als Anbieter von Dienstleistungen rund um die Energieversorgung. Und schließlich die Banken, die Finanzierungs- und Versicherungsangebote erstellen.

Elektroauto für den Antrieb der Zukunft

Einen wertvollen Beitrag für eine umfassende Ausbildung im Kfz- und Elektrobereich wird das neue Elektroauto REVAi leisten, das an das Bildungszentrum Würzburg der Handwerkskammer übergeben wurde. „Mit diesem Auto werden wir unseren Schülern in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) und den Teilnehmern unserer Meisterkurse schon einen Einblick in die Technologie von morgen geben können“, freut sich Bernd Bratek, Leiter des Bildungszentrums Würzburg.

Der REVAi ist ein 2-Türer mit Fließheck und rund 700 Kg Leergewicht. Antrieb bekommt das Fahrzeug durch einen Drehstromsynchronmotor mit 13 kW Spitzenleistung und 52 Nm Anzugsmoment. Das Fahrzeug ist in zwei Stunden komplett aufgeladen und hat, je nach Batterietyp, eine Reichweite von bis zu 120 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h.

Sonnenenergie effizient nutzen

Noch ist es nicht soweit, aber vielleicht könnte bald die Sonnenenergie, die die Schulungs-Photovoltaik-Anlage des Bildungszentrums einfängt, direkt in den „Tank“ des Elektroautos gelangen. Dennoch wird schon jetzt die erzielte Energie in das Stromnetz der WVV eingespeist und sorgt damit für einen kleinen Beitrag zum ökologischen Energiemix. An der Fassade und auf dem Gründach des Kompetenzzentrums für Energietechnik des Bildungszentrums wurden vier verschiedene Photovoltaik-Anlagentypen mit je 4,4 kWp einer Gesamtleistung von 17,6 kWp installiert.Symbolische Schlüsselübergabe (von links): Prof. Dr. Norbert Menke, Geschäftsführer der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, überreichte Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken und Rolf Lauer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, den Schlüssel des Elektrofahrzeugs REVA, den die Kammer vorwiegend für Schulungszwecke einsetzen wird.

„Bei der Auswahl der Anlagenkomponenten haben wir darauf geachtet, dass diese in Deutschland produziert werden“, so Gottfried Baumgartner, Leiter des Kompetenzzentrums für Energietechnik. Mit 114 Photovoltaikmodulen produziert die Anlage rund 15.840 kWh Strom. Dies entspricht in etwa einer Fahrleistung eines Elektroautos von 105.600 km und einer CO2  Einsparung von 8,2 Tonnen.

 „Uns ist es ein besonderes Anliegen, weitere Anstrengungen zur Energieeinsparung, praxisnahe Weiterbildung, Ausbau der erneuerbaren Energien und der damit folgenden Aufträge für unsere Handwerksbetriebe zu unterstützen“, so Kammerpräsident Hugo Neugebauer.

online seit 06. Jul 2010, aktualisiert am 06. Jul 2010

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