Freistaat unterstützt die Bereitstellung zusätzlicher Lehrstellen

Freistaat unterstützt die Bereitstellung zusätzlicher LehrstellenLupe

Staatssekretär Heike in Schweinfurt

Die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt bleibt weiter ernst. Die Situation hat sich gegenüber 2004 nicht entspannt. Trotz vielfältiger Bemühungen und der weiterhin positiven Einstellung der Betriebe zur Ausbildung liegt die Zahl der bis zum 30. Juni 2005 abgeschlossenen Lehrverträge im unterfränkischen Handwerk unter der Vergleichszahl des Vorjahres. In Bayern kommen aktuell auf 100 Bewerber nur 60 (gemeldete) Ausbildungsplätze. Um die Betriebe bei der Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte zu unterstützen hat die Bayerische Staatsregierung auch für das Jahr 2005 die Förderung von zusätzlich geschaffenen Ausbildungsplätzen beschlossen. Bei einem Besuch im Schweinfurter Autohaus Kluske Mitte Juli stellte Jürgen W. Heike, Staatssekretär im Bayerischen Arbeitsministerium, die Eckpunkte des Programmes vor.

Die Autohaus Kluske GmbH in Schweinfurt erwies sich dabei als idealer Ort, um über Ausbildung zu sprechen. Denn von den 100 Mitarbeitern an drei Unternehmensstandorten befinden sich 26 in der Ausbildung. Geschäftsführerin Eva-Maria Georgi machte bei der Begrüßung deutlich, dass die Zeit der Ausbildung nicht nur dem Erwerb von Fachkenntnissen diene, sondern die jungen Menschen sich auch in einem inneren Umbruch befänden, den man respektieren müsse. Deshalb wolle sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern in dieser nicht ganz einfachen Lebensphase auch Vorbild, Diskussionspartner, Autorität, aber auch "Händchenhalter" sein.

Staatssekretär Jürgen W. Heike verwies auf die Absicht der Staatsregierung, jedem Ausbildungswilligen und Ausbildungsfähigen eine Lehrstelle anzubieten. "Die Politik soll und will die Betriebe dabei nicht alleine lassen," so der Staatssekretär. Denn ab 2007/08 werde sich der Trend umkehren und es immer schwieriger, geeignete Bewerber zu finden. Deshalb apellierte er an die unterfränkischen Betriebe, heute auszubilden, damit diese auch morgen noch ausreichend Fachkräfte hätten. 40 Akquisiteure hätten bayernweit innerhalb von zwei Jahren die Entwicklung von 10 000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen begleitet, berichtete Heike, und zeigte sich auch zufrieden mit der Resonanz auf das bayerische Förderprogramm "Fit for Work - 2005", mit dem es kleinen Betrieben erleichtert werden soll auszubilden. Handwerkskammer-Präsident Walter Stoy und IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Ralf Jahn stimmten darin überein, dass es viele Jugendliche gäbe, die nicht ausbildungsfähig seien. Jahn verwies auf große Erfolge bei der Werbung für zusätzliche Ausbildungsstellen in Unterfranken. Untragbar nannte es Walter Stoy, dass im vergangenen Jahr 300 Lehrverhältnisse im Handwerk trotz Zusage der Bewerber nicht angetreten wurden. Er forderte die Staatsregierung auf, eventuelle Förderprogramme, wie "Fit for Work", frühzeitig bekannt zu machen. Denn einige Betriebe seien verärgert, weil sie schon frühzeitig Lehrverträge abgeschlossen hätten und deshalb keine Förderung erhielten.

Informationen auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

Auskunft erteilen auch die Ausbildungsplatzakquisiteure der Handwerkskammer:

Region Aschaffenburg: Jörg Kieser, Tel. 06021 4904-49, j.kieser@hwk-ufr.de

Region Schweinfurt: Jörg Brückner, Tel. 09721 478-38, j.brueckner@hwk-ufr.de

Region Würzburg: Georg Bernhart, Tel. 0931 30908-42, g.bernhart@hwk-ufr.de

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online seit 16. Dez 2005, aktualisiert am 11. Nov 2011

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