Fit for Work - 2005: Ausbidungshilfen des Freistaates Bayern
Der Bayerische Ministerrat hat am 7. Juni 2005 die Ausbildungsinitiative "Fit for Work 2005" beschlossen. Damit soll auch in diesem Jahr ein ausgeglichener Ausbildungsstellenmarkt in Bayern erreicht werden. Die Lage auf dem unterfränkischen Ausbildungsstellenmarkt ist auch im Ausbildungsjahr 2005/06 ernst.
Betriebe und Freie Berufe können in ganz Unterfranken bei der Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen mit einer einmaligen Zuwendung in Höhe von 2.500 ¿ gefördert werden. Antragsberechtigt sind Kleinbetriebe mit bis zu 20 Beschäftigten, die einen zusätzlichen Ausbildungsplatz ohne Einschränkung hinsichtlich des Bewerbers nach dem 1. Juni 2005 besetzen. Allerdings darf der Bewerber am 1.6.2005 das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Antragsberechtigt sind ferner Klein- und Mittelbetriebe, wenn der zusätzliche Ausbildungsplatz mit einem Jugendlichen besetzt wird, dessen Schulentlassung aus einer allgemeinbildenden Schule bereits 2003/04 beziehungsweise früher erfolgte. Auch können die verbundbedingten Ausgaben mit 50 %, höchstens 2.500 ¿ bezuschusst werden, wenn ein zusätzlicher Ausbildungsplatz in verschiedenen Unternehmen oder von Unternehmen gemeinsam mit einem Bildungsträger oder sonstigen juristischen Personen des Privatrechts geschaffen und besetzt wird.
Jugendliche mit Wohnsitz in den Arbeitsagenturbereichen Schweinfurt und Aschaffenburg können bei längeren Wegstrecken zum Ausbildungsplatz Mobilitätshilfen bis zu 150 Euro monatlich erhalten. Alle Förderprogramme starteten bereits zum 1. Juni 2005 für Ausbildungsverträge ab diesem Zeitpunkt. Die Richtlinien hierzu werden voraussichtlich ab Anfang Juli im Internet beim Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen zur Verfügung stehen. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Antragstellung für die Jugendlichen bei der jeweiligen Arbeitsagentur bzw. für die Ausbildungsbetriebe beim Bayerischen Landesamt für Versorgung und Familienförderung, Bayreuth, möglich.
Weiterhin stellt die LfA Förderbank Bayern zinsgünstige mittelfristige Darlehen über die jeweilige Hausbank bis zu 50.000 Euro zur Betriebsmittelfinanzierung zu Verfügung, wenn ein Klein- und Mittelbetrieb einen Jugendlichen ausbildet, der lernbeeinträchtigt oder sozial benachteiligt im Sinne der maßgeblichen Bestimmungen des Sozialgesetzbuches ist.
Nur mit einer gemeinsamen Initiative von Politik und Wirtschaft kann bis Ende 2005 für dieses Ausbildungsjahr das Ziel erreicht werden, jedem ausbildungsfähigen Jugendlichen ein Ausbildungsangebot machen zu können. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Handwerkskammer-Präsident Walter Stoy appellieren deshalb an alle unterfränkischen Betriebe, sich ihrer Verantwortung gegenüber dem Berufsnachwuchs nicht zu entziehen und alle Kräfte für neue Ausbildungsplätze zu mobilisieren.
Bayern setzt erneut zusätzlich rund 19 Millionen Euro im Bereich der Berufsschulen ein, wodurch in Unterfranken besonders im Bereich des Berufsvorbereitungsjahrs eine Entlastung erreicht werden kann. Mit weiteren 17 Millionen ¿ in der Initiative "Fit for Work 2005" unterstützt der Freistaat Bayern nicht nur die Jugendlichen selbst bei der Suche nach einer Lehrstelle, sondern auch die unterfränkischen Betriebe bei der Schaffung von Ausbildungsstellen.
online seit 16. Dez 2005, aktualisiert am 11. Nov 2011
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