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Einweihung des Ausbildungszentrums der Bestatter 1

Einweihung des Ausbildungszentrums der Bestatter

Münnerstadt als Zentrum des deutschen Bestatterhandwerks etabliert

Münnerstadt – Eine Vision wurde Wirklichkeit: Nach jahrelanger Planung ist Ende Februar das Ausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt eingeweiht worden. Mit dieser in Europa einmaligen Einrichtung für die Aus- und Weiterbildung hat sich Münnerstadt im Landkreis Bad Kissingen als Zentrum für das Bestatterhandwerk in Deutschland endgültig etabliert.

Zur Einweihungsfeier kam Wolfgang H. Zocher, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, und begrüßte die aus allen Teilen Deutschlands angereisten Gäste mit einer Betrachtung über Sprache und Ausdrucksvermögen. Die Sprache sei das wichtigste Handwerkszeug des Bestatters, denn dieser habe mit Menschen aller sozialen Schichten zu tun. Da diese sich in einer Ausnahmesituation befänden, müsse der Bestatter stets die richtigen Worte und den richtigen Tonfall finden. Dies zu lernen sei gleichfalls Bestandteil der Bestatterausbildung.

Zocher dankte allen, die zum Gelingen dieses Ausbildungszentrums beigetragen haben, insbesondere Gerhard Suckfüll, Ohne ihn kämen nicht so viele Bestatter ins nördliche Unterfranken: Gerhard Suckfüll (links), Bestattungsunternehmer aus Niederlauer, gilt als Initiator aller Aktivitäten seines Handwerks in Münnerstadt. Wolfgang Zocher, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, verlieh ihm für seine Verdienste die Theo-Remmertz-MedailleBestattungsunternehmer aus dem benachbarten Niederlauer und 1. Vorsitzender des Bayerischen Bestatterverbandes, der sich seit langer Zeit für Münnerstadt als Zentrum des Bestatterhandwerks eingesetzt hat. 1994 wurde hier der erste Lehrfriedhof Deutschlands in Betrieb genommen und bald darauf als Provisorium ein Schulungsraum der Theo-Remmertz-Akademie. Zum Dank für dieses außergewöhnliche Engagement überreichte Wolfgang H. Zocher an Gerhard Suckfüll die höchste Auszeichnung des deutschen Bestatterhandwerks, die Theo-Remmertz-Medaille.

Das neue Ausbildungszentrum mit angegliedertem Internatsgebäude konnte bei einem Kostenaufwand von rund 6,5 Millionen Euro nur durch die Unterstützung mit öffentlichen Mitteln realisiert werden: 60 % kamen aus Bundesmitteln und mit 30 % beteiligte sich der Freistaat Bayern an den Baukosten. In seinem Grußwort würdigte Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu das großartige Engagement der Bestatter und dankte, dass diese Münnerstadt zum Standort ihrer Aus- und Weiterbildung gewählt hatten. Für die Region sei dies ein Segen, da nun noch mehr Gäste den Weg in den Landkreis Bad Kissingen finden würden.

Otto Kentzler, neuer Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, widmete seinen ersten offiziellen Besuch in Bayern der Einweihungsfeier in Münnerstadt und lobte hier die Qualifizierungsoffensive des deutschen BestatterhandwerksSeinen Antrittsbesuch in Bayern machte Otto Kentzler, seit Jahresbeginn Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, mit dem Besuch des neuen Ausbildungszentrums in Münnerstadt. Er lobte die Bestatter für ihre großartige Initiative zu mehr Qualifizierung. Denn in Zeiten einer novellierten Handwerksordnung, in der das "Meisterrupfen" an der Tagesordnung sei, setze der Deutsche Bestatterverband hier in Münnerstadt deutlich andere Signale und gebe der jungen Generation neue Chancen.

Beim nachfolgenden inoffiziellen Teil der Einweihungsfeier nutzten die zahlreichen Gäste die Möglichkeit, Räumlichkeiten und Ausstattung des zweistöckigen Neubaus für die theoretische und praktische Aus- und Weiterbildung im Bestatterhandwerk zu besichtigen.

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