Kammerpräsident Walter Stoy feierte seinen 70. Geburtstag
Traumkarriere im Handwerk
Am 18. Januar vollendete Walter Stoy, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, das 70. Lebensjahr. Am selben Tag gab die Handwerkskammer einen Empfang im Penthouse der Akademie für Unternehmensführung. Rund 150 Gäste ließen es sich dabei nicht nehmen, Walter Stoy persönlich zu seinem Ehrentag zu gratulieren. Neben Repräsentanten aus der regionalen und bayerischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung kamen die Gäste aus allen Teilen Deutschlands, auch aus dem benachbarten Ausland.
Den Reigen der Grußwortredner eröffnete Gerd Ernst, Vizepräsident der Handwerkskammer. Er lobte den "Kfz-Mann mit Leib und Seele mit dem sprichwörtlichen Benzin im Blut" und erwähnte die wichtigsten ehrenamtlichen Stationen und Positionen bis hin zum Vizepräsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Das Amt des Handwerkskammer-Präsidenten stelle hohe Anforderungen, denen Walter Stoy mühelos gerecht geworden sei. Dazu, so Ernst weiter, gehörten neben Fachkenntnis, ein von klarer Logik gekennzeichneter Sachverstand, Politikverständnis und ein von Humanität getragenes ausgleichendes Wesen, das sich in Bescheidenheit und hoher Glaubwürdigkeit äußere. Bei Stoy stünde stets die Sache im Vordergrund. Das Wohl der Mitgliedsbetriebe sei das oberste Ziel seines ehrenamtlichen Wirkens, so der Vizepräsident weiter.
Zum Dank für das erfolgreiche und andauernde Wirken, überreichten die Vizepräsidenten Gerd Ernst und Josef Berthold an Walter Stoy das Ehrenzeichen der Handwerkskammer für Unterfranken in Gold, die höchste von der HWK zu vergebende Auszeichnung für Angehörige des Handwerks.
Nicht nur für das Handwerk aktiv
Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer überbrachte die Glückwünsche der Bayerischen Staatsregierung sowie von Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu. Er dankte Walter Stoy für das mehr als vier Jahrzehnte andauernde außergewöhnliche Engagement in einer Vielzahl von Ehrenämtern für die Belange seines Berufsstandes und die Organisationen des Handwerks. "Sie haben sich hierbei große Verdienste um das Gemeinwohl erworben," so der Regierungspräsident. Er dankte zudem, dass er trotz bundesweitem Engagements nie die Belange der unterfränkischen Heimat aus den Augen verloren habe. So arbeite Stoy zudem im Stiftungsvorstand der Würzburger Museumsstiftung und engagiere sich als Vorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Würzburg. Als äußeres Zeichen der Anerkennung überreichte Dr. Beinhofer an Walter Stoy die Unterfränkische Gedenkjahrmedaille.
Dank für jahrelange erfolgreiche Arbeit in den Spitzengremien des deutschen Handwerks übermittelte Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Stoy überzeuge in allen seinen Funktionen durch große Überzeugungskraft, ein hohes Maß an Souveränität und verfüge über die seltene Begabung, sich selbst zurücknehmen zu können, so Schleyer.
Vergnügen am öffentlichen Wort
Im Namen der unterfränkischen Städte und Gemeinden richtete Schweinfurts Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser das Wort an den Jubilar und die versammelten Gäste. Sie konstatierte, dass das Handwerk als tragende Säule der Wirtschaft gerade auch den kleineren Kommunen der wichtigste Partner sei. "Unser Land braucht eben beides: Handwerk und Industrie", so die engagierte Kommunalpolitikerin wörtlich. Und weiter: "Ohne unsere lokalen Betriebe wäre unser Arbeitsmarkt eine einzige Katastrophe." Sie dankte Walter Stoy, dem Mann mit dem "unverhohlenen Vergnügen am öffentlichen Wort", für seinen enormen Einsatz zum Wohle Unterfrankens.
Die Grüße und Glückwünsche des Bayerischen Handwerkstages übermittelte dessen Vizepräsident Helmut Hubert. Er dankte für den jahrelangen Einsatz Walter Stoys in seiner langjährigen Eigenschaft als Präsident des Bayerischen Handwerkstages, während der er engagiert an der Lösung gesellschaftlicher Probleme mitgewirkt habe. Er lobte Stoy als einen Freund klarer Sprache mit dem notwendigen Respekt vor Andersdenkenden.
Rolf Leuchtenberger, Präsident des Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, dankte Stoy für die Meilensteine, die er während seiner Zeit als Bundesinnungsmeister und Vizepräsident des ZDK entscheidend mitgeprägt habe. Walter Stoy zeichne besonders aus, dass er bei aller Menschlichkeit, wenn nötig, auch als konsequenter Verhandlungspartner auftreten könne.
Hohe Wertschätzung für die ausländischen Freunde
Für die ausländischen Partnerkammern ergriff Wieslaw Szajda, Präsident der Handwerkskammer Danzig, das Wort. Das Handwerk in Pommern profitiere von der Unterstützung aus Unterfranken. Denn erst durch die Partnerschaft habe man gelernt, wie Handwerk, Ausbildung und Kammerarbeit funktionierten. Das Zusammenwachsen der Europäischen Union könne erst auf der Basis von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung gelingen. Walter Stoy gehöre, so Szajda weiter, zu den Menschen, die herausfänden, was einen verbindet und nicht, was einen trennt. Zum Dank verliehen Szajda und Hauptgeschäftsführer Wlodzimierz Szordykowski an Walter Stoy die höchste Auszeichnung der Danziger Kammer.
Bewegt von all diesen Lobreden über seine Person gestand Walter Stoy abschließend, dass er gar nicht gewusst hätte, dass er so viel Lob vertragen könne. Aber nun nehme er es gerne und dankend an. Beim anschließenden Empfang nutzten die Geburtstagsgäste die noch verbleibende Zeit für intensiven Gedanken- und Erinnerungsaustausch und kamen zu dem Schluss: Diese Feier war eine runde Sache, angemessen für einen solchen runden Geburtstag.