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Junghandwerkeraustausch 2006 in Caen

Drei-Länder-Junghandwerkeraustausch 2006 in Caen

Partnerschaften fördern ein friedliches und vereinigtes Europa

Seit 1968 gibt es den Junghandwerkeraustausch zwischen den Partnerkammern Unterfranken und Caen/Calvados. Zum dritten Mal  fand nun sogar ein trinationaler Austausch statt, an dem zusätzlich die Handwerkskammer in Danzig beteiligt ist. Gastgebende Handwerkskammer war In diesem Jahr turnusmäßig Caen. Betreuer Rüdiger Landeck, Weiterbildungsberater bei der Handwerkskammer in Würzburg, berichtet über den Austausch 2006 und die partnerschaftlich organisierten Auslandspraktika.

Vom 7. bis 14. Mai reisten sieben polnische und sieben deutsche Junghandwerker auf Einladung der französischen Handwerkskammer in die Normandie nach Caen. Die jungen Handwerkerinnen und Handwerker stammen aus verschiedenen Berufen und wurden wegen besonders guter Prüfungsleistungen für den Austausch ausgewählt. In der deutschen Gruppe waren eine Friseurin, eine Silberschmiedin, eine Zahntechnikerin, eine Bäckerin, ein Fleischer, ein Metallbauer und ein Elektroinstallateur. Die polnische Gruppe bestand aus zwei Friseurinnen, einer Schreinerin, einem Heizungsinstallateur, einem Maler, einem Bäcker und einem Metzger. Begleitet und betreut wurde die Gruppe von Rüdiger Landeck von der Handwerkskammer für Unterfranken und dem französischen Dolmetscher Mathieu Degand.

Die jungen Gesellen waren alle zum ersten Mal in Frankreich und entsprechend aufgeregt, wie sie wohl in den Betrieben aufgenommen und welche Unterschiede zu ihrer gewohnten Arbeit sie wohl erwarten würden. Die anfängliche Zurückhaltung verflog jedoch schnell durch die sehr herzliche und freundlichen Betreuung in den Firmen, die sich dazu bereit erklärt hatten, den Jugendlichen eine knappe Woche lang in ihrem Betrieb mitarbeiten zu lassen. Die jungen Gesellinnen und Gesellen lernten dabei auch andere betriebliche Abläufe als in der Heimat und natürlich regionalspezifische Produkte kennen. Sprachbarrieren wurden wie immer schnell überwunden, denn wie wir inzwischen wissen, verstehen sich Handwerker auch ohne viele Worte hervorragend.

So überrascht es auch nicht, dass sich sowohl die französischen Betriebe als auch ihre ausländischen „Gastarbeiter“ während des Berufspraktikums gleichermaßen begeistert voneinander zeigten. Die polnischen und deutschen Gesellen bedankten sich auf ihre Weise das interessante und viel gelobte Rahmenprogramm der Gastgeber.

Ohne die Mitwirkung des Deutsch-Französischen Jugendwerks, das dieses Projekt auch in diesem Jahr wieder finanziell unterstützt hat, könnten die beteiligten Handwerkskammern das Austauschprogramm nicht durchführen. Dafür danken wir herzlich. Ein besonderer Dank geht auch an die Kollegen unserer Partnerkammer in Caen für die gastfreundliche Betreuung. Der Austausch war wieder ein aktuelles Beispiel dafür, wie das „Vereinte Europa“ praktisch mit Leben gefüllt werden kann.

Diese wiederum sehr positive Erfahrung sollte auch andere junge Handwerker ermutigen, Praktikumserfahrung im Ausland zu sammeln. Auskunft zu den Fördermöglichkeiten von Auslandspraktika erteilt bei der Handwerkskammer Ruth Wander.
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