Die "vertiefte Berufsorientierung" hat gegenüber einem "normalen" Betriebspraktikum mehrere Vorteile: So können aufgrund der bei der Handwerkskammer vorhandenen Kapazitäten zeitgleich sehr viele Jugendliche ein Praktikum absolvieren. Dabei werden sie an den drei Werkstatt-Tagen, anders als in vielen Betrieben, intensiv von Meistern betreut, die sich ausschließlich um Lehrlinge, bzw. in diesem Fall um Praktikanten, kümmern.
An einem zusätzlichen "Theorie-Tag" lernen die Praktikanten, welche Sozialkompetenzen für den Eintritt ins Berufsleben erforderlich sind. Darüber hinaus erhalten sie Tipps, wie sie einen geeigneten Betrieb finden und auf was man beim Schreiben von Bewerbungen beachten sollte. Schüler, die schon konkret wissen, in welchem Beruf sie eine Ausbildung absolvieren möchten, können von einem Spezialisten der Handwerkskammer ggf. passgenau in einen geeigneten Betrieb vermittelt werden.
Das sollten interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrer wissen:
Die Praktikumswochen werden von der Handwerkskammer terminiert und den Schulen in der Regel über die Schulämter bekannt gemacht. Zielgruppe sind ganze Schulklassen oder einzelne Schüler in den sogenannten "Vor-Entlassklassen", also der 8. Klasse Hauptschule, 9. Klasse Realschule oder (z. B.) 10. Klasse Gymnasium. Vor Anmeldung wählen die Schüler unter acht Berufen (siehe Anlage) den sie am meisten interessierenden aus, in dem sie dann das Praktikum absolvieren. Die zusätzlich (aktiv oder passiv) an den Praktika teilnehmenden Lehrkräfte profitieren mehrfach, da auch sie mehr Informationen über die Tätigkeiten und Anforderungen in verschiedenen Berufen erfahren.