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Geschäftsklima_02_2007

Konjunkturlage im 2. Quartal 2007

Geschäftslage wieder verbessert, aber Umsätze und Auftragspolster niedriger als im Vorjahr

Günstiger als im Vorquartal, jedoch weit entfernt vom Stand zum Jahresende 2006, ist die aktuelle konjunkturelle Lage im unterfränkischen Handwerk. Bei positiver Grundstimmung beurteilen die Unternehmer ihre Geschäftslage im Durchschnitt exakt wie im 2. Quartal des Vorjahres: Der positive Saldo (gut = 31 %, schlecht = 21 %) beträgt +10 Prozentpunkte.

Die Stimmung erscheint momentan positiver als die tatsächliche Lage vermuten lässt: Auftragspolster, Auftragseingänge und Umsatzentwicklung liegen unter den vergleichbaren Vorjahreswerten. Auch die Beschäftigungseffekte mit einem durchschnittlichen Wachstum der Belegschaft von nur 0,2 % liegen unter dem niedrigen Niveau des Vorjahres (+ 0,7 %).

Noch zufrieden stellend bei großen Abweichungen in den einzelnen Branchen ist die Auslastung der Personal- und Maschinenkapazitäten mit durchschnittlich 72 %. Hier ist in vielen Betrieben also noch Spielraum vorhanden, was gleichzeitig die Ursache dafür ist, dass zusätzliches Personal nur im Bauhauptgewerbe eingestellt wurde (+ 1,4 %). Wohl aufgrund der schwierigen Lage zu Jahresbeginn haben die Kfz-Betriebe per Saldo ihren Personalstand um 1,6 % reduzieren müssen. Alle anderen Handwerkszweige hielten ihre Beschäftigtenzahl konstant.

Auffällig sind die großen Unterschiede zwischen den Betrieben im investiven und denjenigen im konsumtiven Bereich. So wurden die wesentlichen Konjunkturindikatoren  in den investiven Handwerksgruppen deutlich überdurchschnittlich, im Konsumgüterbereich jedoch deutlich unterdurchschnittlich beurteilt. Angesichts der insgesamt befriedigenden Kapazitätsauslastung, konstanter Auftragseingänge und stabiler Umsätze blicken die Handwerksbetriebe in Unterfranken zuversichtlich ins laufende Quartal. An der Konjunkturumfrage zum Ende des 2. Quartals 2007 hatten sich 470 unterfränkische Handwerksbetriebe beteiligt.

Aufschwung erreicht Region Main-Rhön

Die bisher stark ausgeprägten regionalen Unterschiede im Bezug auf die Geschäftslage werden geringer. In allen Regionen Unterfrankens ist jeder fünfte Betriebsinhaber unzufrieden (20 bis 23 %, Vj = 12 bis 21 %). Erholungstendenzen zeigen sich in der strukturell schwächeren Region Schweinfurt/Main-Rhön: Erstmals erreicht der Saldo der Betriebe in guter minus schlechter Verfassung das Stimmungsbild des Handwerks in der Region Würzburg (+ 6,5 Prozentpunkte). Die mit Abstand beste Stimmungslage herrscht am Bayerischen Untermain: Hier beträgt der Saldo + 17 Prozentpunkte.

Die Belebung zur Jahresmitte erfasst nahezu alle Handwerkszweige, jedoch in unterschiedlicher Intensität. Die Geschäftslage ist, außer bei den Nahrungsmittel- und den Gesundheitshandwerkern, zwar durchweg günstiger als im Vorquartal, jedoch nur bei den Betrieben für den gewerblichen Bedarf auch günstiger als im Vorjahr.

Diese erreichen zugleich die höchste Quote von 86 % zumindest zufriedener Geschäftsinhaber. Gleichfalls beachtlich ist die Zufriedenheit von 81 % der Betriebe des Ausbauhandwerks. Die größte positive Dynamik im Vergleich zum Vorquartal verzeichnen die Kfz-Betriebe und die Gewerbe für persönliche Ausstattung (z. B. Frisöre, Kosmetiker, Uhrmacher). Einen deutlichen konjunkturellen Dämpfer verzeichnen die Unternehmen des Bauhauptgewerbes im Vergleich zu Vorjahr. Damals waren 91 % der befragten Betriebe mit ihrer Geschäftslage zumindest zufrieden, aktuell sind dies lediglich noch 75 %.


Langfassung und Statistik siehe unten!
Konjunkturbericht Handwerk in Unterfranken 2. Quartal 2007 (Text)  PDF-Datei [252kB]
Konjunkturbericht Handwerk in Unterfranken 2. Quartal 2007 (Statistik)  PDF-Datei [45kB]
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