Eltern als Partner ihrer Kinder bei der Berufswahl

Berufsinformation beim Elternabend: Roland Maul, Ausbildungsberater der Handwerkskammer für Unterfranken, und Barbara Gerber, Ausbildungsleiterin der Schaeffler KG (FAG) informierten rund 60 Eltern in der Hauptschule Gochsheim, wie man für sein Kind einen geeigneten Ausbildungsplatz findet.Lupe
Berufsinformation beim Elternabend: Roland Maul, Ausbildungsberater der Handwerkskammer für Unterfranken, und Barbara Gerber, Ausbildungsleiterin der Schaeffler KG (FAG) informierten rund 60 Eltern in der Hauptschule Gochsheim, wie man für sein Kind einen geeigneten Ausbildungsplatz findet.

Ausbildungsberater informiert bei Elternabend über die Ausbildung im Handwerk

Berufswegeplanung ist Lebensplanung. Mütter und Väter nehmen bei der Berufswahl ihrer Kinder eine natürliche Schlüsselrolle ein. Sie sind oftmals der wichtigste Partner für ihre Kinder in diesem oft schwierigen Entscheidungsprozess. Deshalb ist es für das Handwerk, das trotz der momentanen gesamtwirtschaftlichen Krisenstimmung langfristig dringend Fachkräfte benötigt, wichtig, die Entscheider, in diesem Falle die Eltern, gezielt anzusprechen und über die vielfältigen Berufschancen des Handwerks zu informieren.

Experten des Arbeitskreises „Schule-Wirtschaft Schweinfurt" haben nun speziell für Elternabende einen Vortrag mit dem Titel „Ich will einen Ausbildungsplatz - für mein Kind! Was muss ich tun?" entwickelt. Die Premiere, eine Veranstaltung mit Eltern von Schülern der siebten und achten Klassen in der Hauptschule Gochsheim, fand gute Resonanz. Allein die Teilnahme von 60 Eltern belegte den Bedarf an Informationen, aber auch die Sorge vieler Eltern, nichts zu versäumen, und den Wunsch, alles richtig zu machen, wie Schulleiter Oskar Dulemba es formulierte.

Als Vertreter des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft informierten Barbara Gerber, Ausbildungsleiterin bei der Schaeffler KG (FAG), und Roland Maul, Ausbildungsberater der Handwerkskammer, wie man sich am besten und zielgerichtet auf Ausbildung und Beruf vorbereitet. Alles brauche seine Zeit, deshalb sei es wichtig, sich frühzeitig Gedanken über den Wunschberuf und seine persönlichen Fähigkeiten zu machen, so die beiden Experten.

Der zweite Schritt heißt: Wo erhalte ich Tipps, wie ich einen geeigneten Betrieb für meinen Ausbildungsberuf finden kann? Barbara Gerber und Roland Maul gaben dazu konkrete Adressen und weitere Hilfen. Sie forderten auf, sich zusätzlich schlau zu machen und moderne Medien wie das Internet für die Berufswahl zu nutzen.

Eine weitere Frage war, wie es mit Ausbildungsplätzen in der eigenen Region ausschaue. Das regionale Ausbildungsangebot sei oft sehr unterschiedlich. Deshalb sei es wichtig, sich nicht von vorne herein nur auf einen einzigen Wunschberuf festzulegen. Man müsse unbedingt auch nach verwandten Berufen Ausschau zu halten, riet Roland Maul.

Gute Schulnoten sind wichtiges Kriterium

Wichtig für den künftigen Ausbildungsbetrieb sind solide schulische Leistungen. Die Anforderungen an die Fachkräfte sind in den letzten Jahren in fast allen Handwerksberufen deutlich gestiegen, so dass ein solides Fundament mit guten Grundkenntnissen in Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften unverzichtbar ist. Außerdem sind ein positives Sozialverhalten sowie die Persönlichkeit des Lehrstellenbewerbers als Auswahlkriterien von großer Bedeutung.

Wie sieht eine richtige Bewerbung aus? Auch darüber informierten die Vertreter des Arbeitskreises und hielten sogar entsprechende Checklisten parat, die die gerne Eltern mit nach Hause nahmen.

"Fit für Morgen! Handwerk - Berufe mit Zukunft ist eine neue Folienpräsentations-Mappe für ehrenamtliche Mitarbeiter, die in Schulstunden oder bei Elternabenden über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk - oder aber speziell über ihr eigenes Berufsbild - informieren möchten. / AG der Bayerischen Handwerkskammern

AG der Bayerischen Handwerkskammern
Warum sind Elternabende wichtig?
Der Ausbildungsmarkt befindet sich in einem stetigen Wandel. Berufe und Berufsbilder verändern sich ebenso schnell wie die Anforderungen an künftige Auszubildende. Eltern verfügen nicht immer über aktuelle Informationen und Basiswissen zum Ausbildungs- und Beschäftigungssystem. Allerdings sind die drei Ausbildungsberater der Handwerkskammer nicht in der Lage, derartige Elternabende - möglichst im jährlichen Turnus - an allen gut 200 unterfränkischen Haupt- und Realschulen anzubieten.

Doch gibt es seit Kurzem eine wertvolle Hilfe für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Die Folien-Präsentationsmappe (Overhead) "Fit für Morgen! Handwerk - Berufe mit Zukunft", mittels derer Informationsveranstaltungen individuell gestaltet werden können. Selbstverständlich steht die Mappe auch als Powerpoint-Präsentation (siehe unten) zur Verfügung.


Information
: Doris Engelhardt, Leiterin der Abt. Ausbildung

 

 

 

 

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online seit 25. Jun 2009, aktualisiert am 10. Nov 2011

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