Gute Geschäfte mit den Nachbarländern
6. November 2009
Österreich, die Schweiz und Tschechien wichtigste Exportpartner
Ob interkulturelles Management, Steuerrecht, Gewerberecht oder Arbeitsrecht - Handwerker, die zu unseren nächsten Nachbarn Österreich, Tschechien oder Schweiz Geschäftskontakte suchen, sind gut beraten, wenn sie sich auf dieses neue Geschäftsumfeld gründlich vorbereiten. Daher hat Bayern Handwerk International (BHI), die Exportfördergesellschaft des bayerischen Handwerks, nach Aschaffenburg, Augsburg und Ingolstadt Handwerker eingeladen, um sie für potentielle Kunden in der nächsten Nachbarschaft fit zu machen. Die zuständigen Auslandshandelskammern informierten die Besucher über die kulturellen und rechtlichen Besonderheiten in ihren Ländern. Die BHI-Außenwirtschaftsberater Ewald Denzler, Karin Mai und Miroslava Tomanova gaben einen Überblick über die wichtigsten gewerberechtlichen Fallstricke beim Arbeiten über die Grenze. Die drei Workshops münden 2010 in unmittelbaren Kontakten mit möglichen Geschäftspartnern in den Nachbarländern.
"Gerade in diesen Zeiten wirtschaftlicher Krise sind die direkten Nachbarländer in den Fokus kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe gerückt", sagte Mirjam Schwan, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer. Tschechien rücke als Nachbarmarkt immer mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Nicht nur in den traditionellen Branchen wie Maschinenbau und Automobil sieht sie interessante Chancen für bayerische Handwerksbetriebe. Tschechien setze zunehmend auf innovative Technologiefelder. So fördere der Staat Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Bau und Innenausbau seien zunehmend gefragt. Vor konkreten Geschäften seien allerdings ausführliche Informationen für die bayerischen Handwerksbetriebe eine Forderung der Auslandshandelskammer. Nur so ließen sich Fehler vermeiden ob beim Vertriebsnetz oder der Vorbereitung im eigenen Betrieb. „Wir setzen auf eine sehr individuelle Betreuung der Firmen", versicherte sie. Auf der Internationalen Maschinenbaumesse in Brünn würden im September 2010 nach einem entsprechenden Auswahlverfahren im Rahmen der Kooperationsbörse die bayerischen Betriebe ihre potentiellen tschechischen Partner treffen.
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