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Konjunkturumfragen im unterfränkischen Handwerk

Konjunkturlage im II. Quartal 2010

Die in der unterfränkischen Handwerkswirtschaft weitestgehend nur sektoral aufgetretenen Turbulenzen der Wirtschaftskrise sind abgeebbt und das Wirtschaftsklima im unterfränkischen Handwerk wird augenblicklich von einer Schönwetterlage bestimmt, wie sie  zuletzt im 4. Quartal 2006 zu verzeichnen war. 82 % aller befragten unterfränkischen Handwerksbetriebe schätzen ihre derzeitige geschäftliche Situation als gut bis befriedigend ein. Dies bedeutet einen sprunghaften Anstieg um 12,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal und 9,4 Prozentpunkte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal.

Konjunkturlage im 1. Quartal 2010

Gegenüber dem sehr guten Ergebnis vom Vorquartal ist die allgemeine Einschätzung der Geschäftslage bei den unterfränkischen Handwerksbetrieben im ersten Quartal 2010 deutlich negativer ausgefallen.  Knapp 70 % (Vorquartal 78 %) der Betriebe bewerten ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend. Das Ergebnis entspricht jedoch dem Vorjahresergebnis. Traditionell ist das Winterquartal von Januar bis März eine besondere Herausforderung für die Betriebe. Das zeigt sich deutlich bei der Kapazitätsauslastung. Knapp zweidrittel der Betriebe (65,2 %) bewerten ihre Kapazitätsauslastung als durchschnittlich, was einer Verringerung von 8,6 Prozentpunkten im Vergleich zum 4. Quartal 2009 entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dagegen beträgt die Verringerung lediglich 0,8 Prozentpunkte.

Es wäre wohl stark verfrüht, bereits jetzt aus den Ergebnissen des 1. Quartals auf eine allgemeine Trendbewegung zu schließen, da das 1. Quartal eines jeden Jahres erfahrungsgemäß sehr zurückhaltend bewertet wird. Schon der Blick auf die weiterhin erwartete Geschäftslage relativiert die Ergebnisse des 1. Quartals. Fast 77 % erwarten eine gute oder befriedigende Geschäftslage im 2. Quartal 2010. Nur noch etwa 18 % der Betriebe sagen voraus, dass der Auftragseingang weiter sinken wird. Ein Viertel der Betriebe geht hingegen davon aus, dass ihre Aufträge wieder steigen.

 

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