283 Meisterbriefe in Stadthalle Aschaffenburg überreicht

Sie gehörten zu den Hauptakteuren der Meisterfeier in Aschaffenburg, v.r.n.l.: Handwerkskammerpräsident Hugo Neugebauer, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, die Moderatorin Simone Pfeffer und Hauptorganisator Heiner Röschert. / Andreas KlaegerLupe
Sie gehörten zu den Hauptakteuren der Meisterfeier in Aschaffenburg, v.r.n.l.: Handwerkskammerpräsident Hugo Neugebauer, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, die Moderatorin Simone Pfeffer und Hauptorganisator Heiner Röschert. / Andreas Klaeger

Meister sind die Zukunft des Handwerks

Bei der Meisterfeier der Handwerkskammer am 26. Juli in der Aschaffenburger Stadthalle am Schloss erhielten 239 Handwerksmeister und 44 Meisterinnen aus insgesamt 19 Berufen von Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer ihren Meisterbrief. Die 55 Prüfungsbesten wurden zudem von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Insgesamt hatten im Jahr 2006 588 Handwerkerinnen und Handwerker ihre Meisterprüfung bei der Handwerkskammer für Unterfranken abgelegt. Präsident Hugo Neugebauer verdeutlichte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der Meisterausbildung: „Das Handwerk ist auf hoch qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Denn nur mit beruflichem Können und hoher Bildung kann es in der globalisierten Wirtschaft bestehen", sagte er wörtlich.

Die heutigen Jungmeisterinnen und -meister seien die Zukunft des Handwerks. Ihr Sachverstand und Können ist für die gesamte Gesellschaft unverzichtbar. Der Meisterbrief sei die „Lizenz zur Gestaltung der Zukunft", so der Handwerkskammer-Präsident weiter. Er forderte die Absolventen auf, die Selbstständigkeit anzustreben. Das führe zwar zu hohen Belastungen und fordere den Verzicht auf Freizeit. Momentan sei die Zeit für Existenzgründungen jedoch sehr günstig, denn die Konjunktur laufe gut.

Zudem stünden in Bayern bis 2010 jährlich rund 12.000 Betriebe zur Übergabe an - zusätzliche Chancen für tragfähige Existenzgründungen. Mit dem Existenzgründerpakt Bayern, einer neuen Initiative des Wirtschaftsministeriums, sollen die bisher schon guten Gründungsbedingungen im Freistaat weiter verbessert werden.

Neugebauer richtete einen weiteren Appell an die Jungmeister: Sie sollten sich frühzeitig ehrenamtlich für das Handwerk, in Prüfungsausschüssen oder Innungen, aber auch auf politischer Ebene in Stadt- und Gemeinderäten engagieren. „Das Handwerk ist auf solches Engagement angewiesen", begründete der Handwerkskammerpräsident seinen Aufruf. Der hohe gesellschaftliche Stellenwert des Handwerks zeige sich auch daran, dass 70 % aller Beschäftigten in der EU in kleinen und mittleren Betrieben tätig seien.

Meister sichern hohe Ausbildungsleistung im Handwerk

Da qualifizierte Facharbeiter immer mehr zur Mangelware würden, appellierte Hugo Neugebauer an alle, die sich selbstständig machten wollen, die Ausbildung des Nachwuchses selbst in die Hand zu nehmen. Sie sollten dazu beitragen, die hohe Ausbildungsleistung des regionalen Handwerks auch künftig zu erhalten. Die Ausbildungsquote in Unterfranken - bezogen auf die Zahl der Handwerksbeschäftigten insgesamt - betrage aktuell 11,1 %, in Bayern 10,3 % und im Bundesgebiet nur 10,0 %. Mit ihren rund 88.000 Beschäftigten bilden die Betriebe des unterfränkischen Handwerks z. Zt. rund 9.800 Auszubildende in fast 100 Handwerksberufen aus.

In ihren Grußworten dankten Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Werner Elsässer, Bürgermeister der Stadt Aschaffenburg, den Absolventen zur bestandenen Meisterprüfung und wünschten ihnen für die berufliche Zukunft viel Erfolg.

Darüber hinaus ehrten Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer 12 Mitglieder von Meisterprüfungsausschüssen für langjährige Tätigkeit von 16 bis 39 Jahren.

Pfeil rechts Bildung  Die untenstehenden Fotos sind frei zur ausschließlich privaten Verwendung für die abgebildeten Jungmeisterinnen und Jungmeister. - Copyright: Andreas Klaeger / Handwerkskammer für Unterfranken

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online seit 30. Jul 2007, aktualisiert am 07. Mrz 2011

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