234 junge Handwerker erhielten Meisterbriefe im CinemaxX

Die 45 Prüfungsbesten wurden bei der Meisterfeier im Würzburger Großkino CinemaxX am 6. Dezember 2007 mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. / Wilfried KennerLupe
Die 45 Prüfungsbesten wurden bei der Meisterfeier im Würzburger Großkino CinemaxX am 6. Dezember 2007 mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. / Wilfried Kenner

Fit für den Wettbewerb

Einen würdigen und dem feierlichen Anlass angemessenen Rahmen bot das Würzburger Großkino CinemaxX für die Meisterfeier der Handwerkskammer am Nikolaustag. Im Saal 7, in dem vormittags Studenten Betriebswirtschaftslehre büffeln und ansonsten Weltstars über die Kinoleinwand flimmern, erhielten erstmals 223 Handwerksmeister und elf Meisterinnen aus insgesamt 16 Berufen ihren Meisterbrief.

Übergeben wurden diese von Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer Die 45 Prüfungsbesten wurden zudem von  Dr. Andreas Metschke, Vizepräsident der Regierung von Unterfranken, mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Vor zahlreich erschienenen Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verdeutlichte Präsident Hugo Neugebauer den Wert der Meisterausbildung: „Das Handwerk ist auf hoch qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Denn nur mit beruflichem Können und hoher Bildung kann es in der globalisierten Wirtschaft bestehen", sagte er wörtlich. Der Sachverstand und das Können der Meister seien für die gesamte Gesellschaft unverzichtbar.

Meister sind Könner ihres Fachs
Handwerksmeister sind erfolgreiche Fach- und Führungskräfte. Sie gelten als erfolgreiche Fach- und Führungskräfte und seien anerkannte Ausbilder. Mit der Meisterprüfung werde den Kunden Seriosität, Professionalität und Problemlösungskompetenz demonstriert, setzte der Handwerkskammerpräsident sein Lob dafür den Meisterstand fort. Meistergeführte Betriebe würden sich deutlich erfolgreicher am Markt etablieren als solche, die nicht von Meistern geführt würden. „Der Meister ist ein Könner seines Faches", resümierte Neugebauer.

Er forderte die Absolventen auf, die Selbstständigkeit anzustreben, denn momentan sei die Zeit für Existenzgründungen günstig. Das stelle zwar hohe Anforderungen, führe zu hohen Belastungen und fordere manchen Verzicht. Doch sei „die Freiheit des selbstständigen Unternehmers Teil seiner Selbstverwirklichung," so der Präsident weiter.

Neugebauer erinnerte auch an die gesamtgesellschaftliche Verantwortung des Meisters und rief zum ehrenamtlichen Engagement für das Handwerk und auf anderen Ebenen, z. B.  in Stadt- und Gemeinderäten, auf.

Ihre Facharbeiter werden Sie in Zukunft selbst ausbilden müssen", appelierte Hugo Neugebauer abschließend, da diese immer mehr zur Mangelware würden. Jungen Menschen eine gute Ausbildung zu geben ist „mit Sicherheit eine ehrenwerte Aufgabe".
Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer dankt OB Dr. Pia Beckmann für ihr engagiertes Grußwort. / Andreas Klaeger

Andreas Klaeger

Einer der schönsten Titel

Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann gratulierte den erfolgreichen Absolventen zum Meister, „einem, der schönsten Titel, den die deutsche Sprache hat". Die Bereitschaft zur Selbstständigkeit sei für Wirtschaft und Gesellschaft von hohem Wert. Beim Handwerk gehörten Kopf und Hand zusammen, so die OB, das fördere die Beweglichkeit, sich immer wieder anzupassen und ständig dazuzulernen.

Dr. Andreas Metschke, Vizepräsident der Regierung von Unterfranken sieht für das deutsche Handwerk eine gute Zukunft. Weil sich Qualität am Ende immer durchsetze, sei der deutsche Meister dem europäischen Wettbewerb stets eine Qualifikationsstufe voraus. Er schloss sich den Ausführungen von Neugebauer an und rief die Meisterinnen und Meister auf, einen eigenen Betrieb zu gründen, dabei die vorhandenen Beratungsnetzwerke zu nutzen und gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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online seit 07. Dez 2007, aktualisiert am 07. Dez 2007

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