220 Meisterbriefe im Konferenzzentrum Maininsel überreicht

Meisterfeier 10. Juli 2008 in Schweinfurt: Die Empfänger der Meisterpreises der Bayerischen Staatsregierung / Andreas KlaegerLupe
Meisterfeier 10. Juli 2008 in Schweinfurt: Die Empfänger der Meisterpreises der Bayerischen Staatsregierung / Andreas Klaeger
Studium steht nun allen Meistern offen

Bei der Meisterfeier der Handwerkskammer am 10. Juli im Konferenzzentrum Maininsel in Schweinfurt erhielten 186 Handwerksmeister und 34 Meisterinnen aus insgesamt 17 Berufen - insgesamt 220 Personen ihre Meisterbriefe. Kammerpräsident Hugo Neugebauer, Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer und Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer überreichten die ersehnten Urkunden.


Besondere Anerkennung erfuhren dabei 42 Absolventen, die mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet wurden. Diese Urkunde erhalten die jeweils 20 % besten Prüfungsteilnehmer eines jeden Handwerks.


In seiner Begrüßung würdigte Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer die Leistungen der Jungmeisterinnen und Jungmeister. „Es ist heute ein Tag, an dem sie auf einen großen Erfolg in ihrem Leben besonders stolz sein dürfen." Mit der Entscheidung, sich von der Gesellenebene auf einen Weg zu machen, der ein ordentliches Maß an Fleiß, Ausdauer und Leistungswillen voraussetzt, hätten sie einen großen Schritt in ihrer beruflichen Karriere nach vorne getan.


David Hogenkamp aus Rimpar nahm bei der Meisterfeier in Schweinfurt gleich zwei Meisterbriefe in Enmpfang: Einen für das Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk und einen für das Zweiradmechaniker-Handwerk. / Andreas Klaeger

Andreas Klaeger
Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung

Weitere Aufwertung erfahre der Meistertitel ganz aktuell auch in Bayern. So stehe allen, die den Meistertitel erworben haben, ab 1. August auch im Freistaat der Weg für ein Fachhochschulstudium offen, erläuterte Hugo Neugebauer. Mit der Öffnung der Hochschulen für alle Meister komme die seit langem angestrebte Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung ein gutes Stück voran.

Die Fachkompetenz des Meisters und seine sozialen und Personalführungs-Kompetenzen, die er sich im Rahmen seiner Fortbildung zum Meister aneignen konnte, werde nun verstärkt auch international anerkannt. So sei der Handwerksmeister im nationalen wie im europäischen Qualifikationsrahmen mittlerweile auf der 6. von maximal 8 möglichen Niveaustufen eingeordnet, so Neugebauer. Schließlich verfüge der Handwerksmeister nicht nur über ein hoch spezialisiertes Fachwissen. „Der Meister weiß damit nicht nur wie es geht, sondern: „Er kann es auch!", sagte der Kammerpräsident wörtlich.

Er dankte all denjenigen, die die Jungmeisterinnen und Jungmeister auf dem Weg zur Meisterqualifikation unterstützt und gefördert haben. Neben den Eltern und Lebenspartnern bezog er darin auch Dozentinnen und Dozenten, Prüferinnen und Prüfer mit ein, die sich mit viel Herzblut und über weite Strecken ehrenamtlich und mit hohem persönlichem Einsatz der Qualifikation unseres handwerklichen Nachwuchses verschrieben haben. „Ohne dieses hohe persönliche Engagement ist das geforderte hohe Qualifikationsniveau nicht erreichbar."


Moderatorin Simone Pfeffer interessierte sich besonders für Frauen in typischen Männerberufen - hier im Gespräch mit der jungen Kraftfahrzeugtechniker-Meisterin Bianca Metzger. / Andreas Klaeger

Andreas Klaeger
Fachkräftenachwuchs durch Ausbildung sichern

In gleicher Weise sei der Meistertitel auch als Verpflichtung zu verstehen, das erworbene Wissen weiterzugeben. Dass die Sicherung des Fachkräftenachwuchses existenziell wichtig für die rund 18.000 Handwerksbetriebe ist, belege die konstant hohe Ausbildungsquote: Mehr als 10 % der Handwerks-Beschäftig-ten in Unterfranken befänden sich derzeit in der Ausbildung.


Lebenslanges Lernen, sich ständig an technische und wirtschaftliche Neuerungen anzupassen und entsprechend zu qualifizieren, gelte nicht nur für die Zeit der Ausbildung. Dass dies viele längst erkannt haben, belegen die rund 10.000 Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen im Jahre 2007. Rechne man die rund 17.000 Teilnehmer der überbetrieblichen Ausbildung hinzu, so hätten sich mehr als 26.000 Handwerkerinnen und Handwerker in den Bildungseinrichtungen des unterfränkischen Handwerks weiterqualifiziert.


In ihren Grußworten gratulierten Bürgermeister Otto Wirth für die Stadt Schweinfurt und Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer den Absolventen zur bestandenen Meisterprüfung und wünschten ihnen für ihre persönliche sowie berufliche Zukunft viel Erfolg.

Und hier die downloadbaren Fotos der jungen Meisterinnen und Meister - Originalfotos auf Anfrage (Tel. 0931 30908-1127):

Downloads

online seit 17. Jul 2008, aktualisiert am 17. Jul 2008

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