Im Arbeits- und Gesundheitsschutz innovative Handwerksbetriebe gesucht

NOAH-Projekt nimmt Arbeit auf

Im September 2006 startete das Projekt „Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz in Handwerksbetrieben“ (NOAH).

Ein richtig angewendeter Arbeits- und Gesundheitsschutz nützt sowohl den Beschäftigten als auch dem Betrieb. Dies ist ein Ausgangspunkt des NOAH-Projektes. Durch Beispiele guter Praxis und wissenschaftliche Erkenntnisse soll erarbeitet werden, wie in Handwerksbetrieben der Arbeits- und Gesundheitsschutz praktiziert werden sollte, damit er zu einem nachweisbaren Nutzen für den Betrieb und die Beschäftigten führt. In einem ersten Projektschritt werden Beispiele guter Praxis gesucht.

Handwerksbetriebe, die sich selbst in einer Art „Vorreiter-Rolle“ sehen, d. h. deren Vorgehensweise beim Arbeits- und Gesundheitsschutz vorbildlich ist und die über den dadurch erzielten Nutzen für die Beschäftigten und den Handwerksbetrieb berichten können, sind aufgefordert sich beim Institut für Technik der Betriebsführung (itb) zu melden. Die zehn besten Handwerksbetriebe werden ausgezeichnet.

Für die Aufnahme und Darstellung ihrer Vorgehensweisen sind Fördermittel vorgesehen. Interessierte Betriebe erhalten einen Bewerbungsbogen (ab 04.12.06 unter www.noah-projekt.de abzurufen). Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 19. Januar 2007. Parallel zu diesem „freien Bewerbungsverfahren“ wird bundesweit in Handwerkskammern und -verbänden nach weiteren Teilnehmer-Betrieben gesucht. Am Ende des Auswahlverfahrens steht die Ermittlung von zehn „Vorreiter-Betrieben“ in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz. „Die Zugehörigkeit zu diesen zehn innovativen Handwerksbetrieben ist nicht allein eine Auszeichnung – sie dient uns auch dazu, in diesen Betrieben nach den Kriterien des Erfolgs zu forschen und diese auch anderen Betrieben zugänglich zu machen“, erklärt Achim Schulte vom Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe, Projektleiter von NOAH.

Ziel des NOAH-Projektes ist die betriebliche Innovationsfähigkeit im Handwerk aus der Verknüpfung von Unternehmensführung, Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung in der modernen Arbeitswelt zu stärken. Betrieblicher Arbeits- und Gesundheitsschutz spielt in Zeiten der Globalisierung und des demographischen Wandels eine wichtige Rolle. Ihm kommt sowohl für die Produktivität eines Handwerksbetriebes als auch die Attraktivität der Arbeitsplätze im Handwerk eine wachsende Bedeutung zu. „Im Mittelpunkt steht der Mensch im Handwerksbetrieb. Gute Arbeitsfähigkeit und Gesundheit führt individuell zu guter Lebensqualität und Wohlbefinden, aber auch zu guter Produktivität und Qualität der Arbeit“, so Achim Schulte vom itb.

Kontaktadresse: Unternehmensberatung-Umweltschutz, Handwerkskammer für Unterfranken, Kerstin Bauer oder direkt an das Institut für Technik der Betriebsführung (itb), Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe, www.itb.de, Achim Schulte, Tel. 0721/93103-0, Fax -50, noah@itb.de

online seit 15. Nov 2006, aktualisiert am 23. Jan 2008

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