Konjunkturlage im 1. Quartal 2006

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Konjunktureller Aufwärtstrend leicht gebremst

Weiterhin im Aufwärtstrend, wenn auch in abgeschwächter Form, befindet sich das regionale Handwerk am Ende des 1. Quartals 2006 gemäß dem ak­tuellen Konjunkturbericht der Handwerkskammer für Unterfranken. Die be­fragten Unternehmer beurteilen ihre Geschäftslage zwar insgesamt ungünsti­ger als im Vorquartal. Doch wirken hier in hohem Maße saisonale Einflüsse. Der hartnäckige Winter machte vor allem den Betrieben des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes zu schaffen. Die weitgehend saisonal bedingten Beschäfti­gungsverluste fielen im Vergleich zu den Vorjahren relativ gering aus. Um­sätze, Kapazitätsauslastung, Auftragsbestände und vor allem die Auftragseingänge sind wieder gestiegen. Angesichts dieser recht freundlichen Ent­wicklung blicken die Handwerksunternehmer in Unterfranken zuversichtlich in die nähere Zukunft.

Nahezu alle Umfragewerte liegen über denen des Vorjahres: 66 % der Be­triebe beurteilten ihre Geschäftslage als zumindest befriedigend, die Kapazi­tätsauslastung hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und die Auf­tragspolster erreichen erstmals seit dem Jahr 2000 wieder einen Wert von ü­ber 6 Wochen. Der Beschäftigtenabbau mit durchschnittlich -1,2 % liegt im saisonal üblichen Rahmen eines Winterquartals. 80 Prozent der Betriebe berichten von einem zumindest gleich bleibenden Beschäftigtenstand. Freisetzungen meldeten vor allem das Bauhauptgewerbe sowie die Handwerksbetriebe für den ge­werblichen Bedarf (z. B. Metall- und Maschinenbau). Differenziert nach Handwerkszweigen zeigt sich nahezu durchwegs eine günstigere Stimmung als zu Beginn des Vorjahres.

Konkret stellt sich die Lage in Unterfranken wie folgt dar: 16 % der Hand­werksunternehmer bezeichnen ihre Geschäftslage am Ende des 1. Quartals 2006 als gut, 34 % als schlecht. Der Saldo „gut minus schlecht“ beträgt -18 Prozentpunkte und ist damit gegenüber dem Vorquartal um 6 Prozentpunkte gesunken. Die durchschnittliche Auslastung der Personal- und Maschinenka­pazitäten liegt mit 64 % um 4 Prozentpunkte über der des Vorjahres. Auch die Umsätze und Auftragseingänge haben sich im Vorjahresvergleich leicht erholt. Die durchschnittliche Auftragsreichweite bewegt sich mit 6,2 Wochen auf vergleichsweise hohem Niveau. Die Quote der investierenden Betriebe hat sich saisonal bedingt mit 25 % gegenüber dem  Vorquartal (= 29 %) ver­ringert, im Vergleich zum Vorjahr (= 20 %) aber deutlich erhöht. Das sind die wesentlichen Erkenntnisse der Konjunkturumfrage für das 1. Quartal 2006, an der sich 365 unterfränkische Handwerksbetriebe mit insgesamt 5.492 Be­schäftigten beteiligt hatten.

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online seit 02. Mai 2006, aktualisiert am 02. Mai 2006

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