Sommerlaune bei der Meisterfeier
271 Jungmeisterinnen und Jungmeister erhielten ihren Meisterbrief in der Stadthalle Aschaffenburg
„Die Meisterfeier in der Stadthalle Aschaffenburg war ein sehr schönes Event. Es freut mich sehr, in so viele stolze Handwerkergesichter zu blicken“, betonte Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken.
Bei der Meisterfeier der Handwerkskammer am 24. Juni in der Stadthalle Aschaffenburg erhielten 244 Handwerksmeister und 27 Meisterinnen aus 17 Berufen - insgesamt 271 Personen - ihre Meisterbriefe.
Besondere Anerkennung erfuhren bei der Feier 53 Absolventen, die mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet wurden. Diese Urkunde erhalten die jeweils 20 % besten Prüfungsteilnehmer eines jeden Handwerks, die zusätzlich mindestens die Note gut in ihrer Prüfung erreichen.
In seiner Begrüßung würdigte Hugo Neugebauer die Leistungen der Jungmeisterinnen und Jungmeister und machte deutlich, dass sie nun den Führerschein zur Unternehmensgründung in der Tasche haben und durch Seriosität, Professionalität und Problemlösungskompetenz überzeugen. „Als selbstständiger Meister können Sie nun Ideen in die Tat umsetzen. Und das macht glücklich und stolz. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich spreche“, so Hugo Neugebauer, der als Metzgermeister einen eigenen Betrieb in der Rhön führt.
Dr. Andreas Metschke, Vizepräsident der Regierung von Unterfranken, bescheinigte den Meisterinnen und Meistern, dass sie eine großartige Leistung erbracht hätten und sprach ihnen seine größte Wertschätzung aus. Zudem sagte er: „Der Meisterbrief ist ein Ausweis allerhöchster Qualität und er ist – was in einer globalisierten Welt mit vielen grenzüberschreitenden Aktivitäten gerade auch im Handwerksbereich besonders wichtig erscheint – auch im europäischen Rahmen anerkannt. Durch eine Änderung der Richtlinie über die Anerkennung von Ausbildungsnachweisen wurde der Meisterbrief bereits im Jahr 2007 europaweit aufgewertet.“ Der Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg, Klaus Herzog, hob in seiner launigen Ansprache auch die hohe gesellschaftliche Stellung des Handwerks für die Stadt Aschaffenburg hervor.
Der Meister als Zugang zur Universität
Seit dem Wintersemester 2009/2010 können auch alle Meisterinnen und Meister ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule ihrer Wahl aufnehmen. „Bayernweit sind bereits rund 500 Handwerksmeister an Universitäten oder Fachhochschulen eingeschrieben“, betont der Handwerkskammer-Präsident. Und weiter: „Damit ist die duale Ausbildung im Handwerk sicherlich keine Sackgasse, wie so oft behauptet wird. Die Ausbildung im Handwerk ist Chance, sie bietet sehr viele Möglichkeiten.“
Trotz der schönen Meisterfeier unterließ es Hugo Neugebauer nicht, auch ein, gerade was die Zukunft des Handwerks anbelangt, problematisches Thema anzusprechen: Den demographischen Faktor und seine Folgen. Als sehr problematisch erkennt der Handwerkskammer-Präsident den Rückgang der Schülerzahlen aufgrund des demographischen Wandels. Hugo Neugebauer: „Innerhalb des Zeitraumes 1999/2000 und 2028/2029 werden nach den Prognosen des Staatsinstitutes für Schulqualität und Bildungsforschung die Schülerzahlen in Unterfranken an Hauptschulen um 43 Prozent zurück gehen. Das sind dramatische Zahlen, auf die die Handwerkskammer aber insbesondere die Handwerksbetriebe mit verstärkter Nachwuchswerbung reagieren müssen.“
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online seit 30. Jun 2010, aktualisiert am 01. Dez 2011
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