Ausbildungsprämie | Hilfsprogramm Corona-Krise
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Ausbildungsplätze sichern mit staatlicher Förderung

Hilfsprogramm der Bundesregierung für Ausbildungsbetriebe - Beantragung der "Ausbildungsprämie" ab sofort möglich

Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" ermöglicht eine finanzielle Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in erheblichem Maße von der COVID 19-Pandemie betroffen sind. Die Antragsstellung ist ab dem 3. August über die regionalen Agenturen für Arbeit möglich.

Die einzelnen Maßnahmen zielen darauf ab, Ausbildungskapazitäten zu erhalten, Kurzarbeit für Auszubildende zu vermeiden, Auftrags- und Verbundausbildung zu fördern und Anreize zur Übernahme im Falle einer Insolvenz zu schaffen. Insgesamt sollen über das Programm bis zu 500 Millionen Euro für das Ausbildungsjahr 2020/2021 bereitgestellt werden. Als Betrieb geben Sie den jungen Menschen mit einer Ausbildung Sicherheit. Bitte warten Sie nicht mit dem Abschluss von Ausbildungsverträgen und sichern Sie sich jetzt Ihre Fachkräfte von morgen.

Welche finanziellen Unterstützungsleistungen das Hilfsprogramm im Detail vorsieht, erfahren Sie auf dieser Seite:



Ausbildungsprämie bei Erhalt bzw. Erhöhung des Ausbildungsniveaus

Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, sollen für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro Ausbildungsprämie erhalten.

Wer seine Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöht, erhält für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro Ausbildungsprämie.

Voraussetzungen in beiden Fällen sind:

  • Der Betrieb ist in erheblichem Umfang von COVID-19-Krise betroffen
    1 Monat Kurzarbeit oder 60 % Umsatzeinbruch im April/Mai 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, werden statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich herangezogen.
  • Auszahlung nach erfolgreicher Probezeit
  • Relevant ist ein Ausbildungsbeginn im Ausbildungsjahr 2020/2021

 

Wichtig: Ausbildungsverträge können jetzt abgeschlossen werden – warten Sie nicht auf Inkrafttreten der Förderrichtlinie



Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung

Betriebe, die trotz erheblichen Arbeitsausfalls (mindestens 50 Prozent) ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen und Auszubildende sowie deren Ausbilder*innen nicht in Kurzarbeit bringen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung gefördert. Die Förderung erfolgt für jeden Monat, in dem im gesamten Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist.

Förderung frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie – befristet auf Zeiten bis 31.12.2020



Auftrags- und Verbundausbildung

Auszubildende, die ihre Ausbildung vorrübergehend nicht im eigenen Betrieb fortführen können, weil der Betrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern, betroffen ist, können ihre Ausbildung in anderen Betrieben fortführen. Betriebe, die die Ausbildung temporär – jedoch für mindestens sechs Monate – übernehmen, erhalten eine Prämie.

Die Details der Durchführung einer solchen Verbund- oder Auftragsausbildung werden in der Allianz für Aus- und Weiterbildung erörtert.

Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie und gilt befristet bis zum 30. Juni 2021.



Übernahmeprämie

Ausbildungsbetriebe, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen KMU (Insolvenzantrag bis 31.12.2020) bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten pro aufgenommenen Auszubildenden eine Übernahmeprämie von 3.000 Euro je Auszubildendem.

 Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie. Sie ist befristet auf Zeiten bis zum 30. Juni 2021.



Wer kann die Förderung beantragen?

Die Unterstützungsmaßnahmen richten sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent), die durch die Corona-Krise betroffen sind. Pro Ausbildung wird nur eine Prämie gezählt. Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes oder der Länder mit gleicher Zielrichtung oder gleichem Inhalt ist nicht möglich. Darüber hinaus gelten je nach Inanspruchnahme der jeweiligen Fördermaßnahme weitere Voraussetzungen. Sie entscheiden, welche Förderung Sie in Anspruch nehmen wollen!

Wo können die Anträge gestellt werden?

Am 31. Juli 2020 wurde die erste Förderrichtlinie zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ im Bundesanzeiger veröffentlicht. Anträge können ab dem 03. August 2020 über die jeweils lokal zuständige Agentur für Arbeit gestellt werden. Auf der entsprechenden  Webseite der Agentur für Arbeit der Prozess genau beschrieben und Formulare zum Download erhältlich. 



Bei Fragen und für einen telefonischen Kurz-Check, ob sich die Antragsstellung für Sie und Ihren Betrieb lohnt, steht Ihnen das Team der Ausbildungsabteilung gerne zur Verfügung:

 Ihre Ansprechpartner