Hygieneregeln | Coronavirus
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Coronavirus: Aktuelle Informationen und Hinweise

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen und Antworten auf häufige Fragen

+++ Aktuell: Weitere Öffnungsschritte (Stand: 7. Juni 2021) +++

Ab dem 07.06.2021 können nun auch alle Handwerksbetriebe mit Handelsangeboten in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 ohne Terminvereinbarungen öffnen. Es gelten dann nur noch die bereits für Geschäfte allgemein geltenden Hygieneregeln.

Auch Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen (Friseur, Kosmetik, Fuß- und Nagelpflege, Massage, Make-Up) können in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 wider ohne Terminvereinbarungen öffnen. Das Personal muss aber weiterhin medizinische Masken tragen und die Verpflichtung zur Erfassung der Kontaktdaten der Kunden bleibt bestehen.

Die Regelungen der Bundesnotbremse für Gebiete mit einer Inzidenz über 100 bleibt weiterhin bestehen. Die Bundesnotbremse wird bei weiterhin positiver Entwicklung der Infektionszahlen aber voraussichtlich mit dem 30.06.2021 auslaufen.


 Hier gelangen Sie zur Seite "Corona aktuell" mit Informationen zu Betriebsöffnungen und Beschränkungen sowie weiteren Antworten auf häufige aktuelle Fragen (FAQ)



Zentrale Beratungshotlines für Mitgliedsbetriebe in der Corona-Krise

Hotline der Unternehmensberatung

 0931 30908-3344

 unternehmensberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Finanzierungshilfen bei Liquiditätsengpässen
  • Möglichkeiten der Steuerstundung

Hotline der Rechtsberatung

0931 30908-3366

 rechtsberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Fragen zum Infektionsschutzgesetz
  • Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Vertragsrechtliche Konsequenzen der Corona-Krise


Die Handwerkskammer für Unterfranken hat für Sie Informationen, Kontaktdaten regionaler Ansprechpartner, Merkblätter, Antragsformulare und Mustervorlagen zur Unterstützung für Betriebe im Zusammenhang mit der Corona-Krise zusammengestellt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat ebenfalls die wichtigsten Fragen und Antworten, die sich für Handwerksbetriebe und Betriebsinhaber aktuell stellen, in einem Corona-FAQ für Handwerksbetriebe zusammengefasst.

Was bedeutet die Kontaktbeschränkung in Bayern?

Folgende Regelungen gelten aktuell:

  • Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist gestattet:

    In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten wird: in Gruppen von bis zu 10 Personen, zuzüglich geimpfter bzw. genesener Personen*,

    in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt: mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen zweier weiter Hausstände, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen nicht überschritten wird, plus die geimpften bzw. genesenen Personen*

    in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird: mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich einer weiteren Person und der geimpften bzw. genesenen Personen*.

  • Für Landkreise und kreisfreie Städte, die eine 7-Tage-Inzidenz über 100 haben, gilt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr.
  • Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Wo die Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Raum nicht möglich ist, soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Aktuell gilt die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) 

*Seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpfte oder frühestens vor 28 Tagen und höchstens vor sechs Monaten von einer Infektion genesene Personen bleiben bei der Ermittlung der zulässigen Gesamtzahl unberücksichtigt.

Welche Einschränkungen bezüglich Betriebsöffnung gibt es aktuell für Handwerksbetriebe?

FAQs - Informationen zu Betriebsöffnungen und Beschränkungen sowie weiteren Antworten auf häufige aktuelle Fragen



Allgemeine Gesundheitshinweise

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) bietet auf der Webseite www.infektionsschutz.de ein breites Angebot an Informationen rund um Infektionsschutz, z. B. Hygienetipps (gründliches Händewaschen, Nies- und Hustenetikette etc.).



Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL):

 09131 6808-5101



Merkblatt für die Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts

Praktische Handlungsempfehlungen zur Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts für die Öffnung von Handels- und Dienstleistungsbetrieben gemäß § 12 der 11. BayIfSMV: Sie wurden auf Basis der jeweils gültigen Rechtsverordnung nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. 



Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt für Unternehmen eine Checkliste zur Verfügung. Diese Liste kann zur Umsetzung der geforderten Schutzmaßnahmen im Betrieb genutzt werden.



Gewerkspezifische Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben

Zahlreiche Institutionen haben gewerkspezifische Vorgaben für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen erarbeitet. Diesbezüglich können Sie sich bei Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft informieren.



Informationen zu Kursbetrieb und Prüfungen (Stand: 7. Juni 2021)

In Bayern sind Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung unter Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen grundsätzlich in Präsenzform möglich. Voraussetzung ist, dass am Durchführungsort die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 nicht überschreitet.

Prüfungen können bis auf weiteres stattfinden. Nur falls sich aus organisatorischen Gründen Änderungen ergeben würden, werden die Prüfungsteilnehmer/innen rechtzeitig schriftlich informiert.

Für die Kursorte von Bildungsstätten, an denen die 7-Tage-Inzidenz erhöht ist (aktuell nur noch Kursort Schweinfurt), ist ein Baustein des Hygienekonzepts der Nachweis eines negativen Tests für Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer in den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer für Unterfranken.

Arbeitsschutz und Arbeitsrecht

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten. Prinzipiell gilt jedoch: Wer nicht erkrankt ist, muss zur Arbeit erscheinen.

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen, wie das Abstandhalten von anderen Personen (mindestens 1,5 Meter) und Einhaltung von Hygieneregeln werden für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst während der Corona-Pandemie einige weitere Maßnahmen und Vorgehensweisen empfohlen. Diese sind als Informationen zu Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst (Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) zusammengefasst.

Weitergehende Empfehlungen, was Betriebe und Beschäftigte branchenspezifisch tun können, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, werden von den jeweiligen Berufsgenossenschaften bereitgestellt.

 Besondere Arbeitschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Mutterschutz während der Corona-Pandemie (Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Stand: 11. November 2020)



Corona-Arbeitsschutzverordnung

Die seit 27. Januar 2021 geltende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) sieht (zunächst bis zum 30.06.2021 befristet) folgende Maßnahmen vor, um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu gewährleisten:

  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zu anderen Personen; Tragen von Mund-Nase-Schutz (medizinische Gesichtsmasken), wo dies nicht möglich ist.
  • In Kantinen und Pausenräumen muss ebenfalls der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden.
  • Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten Homeoffice anbieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.
  • Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen. Wenn die 10 m²-Regelung aufgrund zwingender betriebsbedingter Gründe nicht eingehalten werden kann, hat der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen (Lüftungsmaßnahmen, Abtrennungen, Maskenpflicht und sonstige im Hygienekonzept ausgewiesene Maßnahmen) den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen.
  • In Betrieben ab 10 Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden.
  • Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen. Es kann sich dabei um medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz), FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken handeln.
  • Arbeitgeber müssen allen Beschäftigten, die nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, mindestens einmal wöchentlich einen Coronatest anbieten. Beschäftigte, die bei ihren Tätigkeiten einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, haben Anspruch auf mindestens zweimal wöchentliche Testung.

Betriebe sind verpflichtet, ein betriebliches Hygienekonzept unter Berücksichtigung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel (siehe oben) zu erstellen und vorweisen zu können. In diesem müssen die Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festgelegt werden. Das Hygienekonzept ist in der Arbeitsstätte in geeigneter Weise zugänglich zu machen und die Beschäftigten sind bzgl. der festgelegten Schutzmaßnahmen zu unterweisen.

 Für weitere Informationen hat das Bundesarbeitsministerium eine Übersicht mit Fragen und Antworten zur Corona-Arbeitsschutzverordnung veröffentlicht: BMAS - FAQs zur Corona-Arbeitsschutzverordnung



Informationen zu folgenden weiteren Themen:

Ausführliche Informationen zu handwerklichen Tätigkeiten mit grenzüberschreitenden Bezug finden Sie auf derHomepage von Bayern Handwerk International.

Vor allem für die Rückkehrer aus so genannten Risikogebieten gelten besondere Vorschriften. Die derzeit geltende Coronavirus Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) regelt einheitlich für ganz Deutschland die Anmeldepflicht (digitale Einreiseanmeldung), die Testnachweispflicht und die Quarantänebestimmungen für die Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland. Die jeweils aktuellen Coronavirus-Risikogebiete sind auf der Webseite des Robert Koch-Instituts veröffentlicht.

Empfehlungen für Arbeitgeber: Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) empfiehlt grundsätzlich, die Mitarbeiter über die bestehenden Quarantäneregeln für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten zu informieren. Auch auf die entsprechenden Informationsseiten zu Risikogebieten sollte hingewiesen werden. Die Arbeitnehmer sollten zudem darüber informiert werden, dass ihnen während der Zeit der Quarantäne, sofern keine Arbeitsleistung im Home-Office möglich ist, kein Anspruch auf Lohnzahlung zusteht.

Wenn Beschäftigte bestimmte übertragbare Krankheitserreger in sich tragen bzw. ein Verdacht dahingehend besteht, stellen sie eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen dar. Wird aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) deshalb verboten der Erwerbstätigkeit nachzugehen und die Betroffenen erleiden aufgrund dessen einen Verdienstausfall, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung beantragt werden.

Weitere Informationen zu Entschädigungsansprüchen nach dem IfSG finden Sie auf der Webseite des Freistaats Bayern zu Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz und im FAQ-Papier des Bundesministeriums für Gesundheit.

Seit dem 8. März 2021 finanziert der Bund für alle Bürger mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest, der individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden kann.
Auch für Handwerksbetriebe können Schnell- und Selbsttests einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat aktuelle häufige Fragen sowie Vorlagen in einem FAQ - Umgang mit Corona-Tests in den Betrieben zusammengefasst.

Weitere Fragen und Antworten zu Schnell- und Selbsttests zum Nachweis von SARS-CoV-2 finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit

Die Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft haben zudem einen Aufruf und eine Informationskampagne zu Schnell-/Selbsttests für Betriebe gestartet. Mehr dazu finden Sie hier.

Aufgrund eines neuen Gesetzes zum Kinderkrankengeld kann Arbeitsausfall für Kinderbetreuung als Kinderkrankengeld bei der Krankenkasse beantragt werden. Häufige Fragen zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld werden vom Bundesgesundheitsministerium beantwortet: Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld - Bundesgesundheitsministerium.


Kurzarbeit

Für Unternehmen, die durch das Coronavirus Auftragsengpässe erleiden, ist die Beantragung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich. Dies hat die Bundesagentur für Arbeit offiziell klargestellt.

Kurzarbeitergeld kommt in Frage, wenn aufgrund des Coronavirus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder wenn staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird. Bevor Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen, müssen sie die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Hier können Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen und finden weitere wichtige Informationen:  Webseite zur Bundesagentur für Arbeit

Informationen erhalten betroffene Betriebe auch über folgende Arbeitgeber-Hotline der Bundesagentur für Arbeit:

 0800 45555 20

(Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr, Anrufe werden jeweils an die regional zuständigen Agenturen geroutet)

Für Betriebe am Bayerischen Untermain gibt es eine zusätzliche Arbeitgeberhotline:
06021 390 575

Übernahme von Auszubildenden und Einstellungen im Bereich Ausbildung während Kurzarbeit

Die Übernahme von Auszubildenden nach der Ausbildung war schon fest geplant, das Unternehmen war aber gezwungen aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzumelden: Wenn der Auszubildende nach abgeschlossener Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, kann er bei Bedarf direkt in den Bezug von Kurzarbeitergeld gehen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Dies ermögliche es, Fachkräfte zu halten und Unternehmen optimal für die Zeit nach Corona aufzustellen.

Sie weist zudem darauf hin, dass auch während der Kurzarbeit die Einstellung von Auszubildenden für das neue Ausbildungsjahr möglich ist, sofern diese nicht in Kurzarbeit (also regulär) beschäftigt werden können.



Liquiditätshilfen und Direktzuschüsse im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Die Maßnahmen zum Infektionsschutz und des Teil-Lockdowns sorgen in einigen Branchen des Handwerks für eine angespannte Liquiditätssituation. Bund und Länder stellen zur Unterstützung aktuell verschiedene Liquiditätshilfen zur Verfügung und steuerrechtliche Corona-Erleichterungen auch weiterhin in Aussicht. Die aktuellen finanziellen Hilfen finden Sie im Folgenden sowie im Infoblatt zusammengefasst.

 Infoblatt zu finanziellen Hilfen für Betriebe in der Corona-Krise (Stand: 14.06.2021)

Bitte beachten Sie: Das Infoblatt wird laufend aktualisiert. Sie finden darin die jeweils neuesten Informationen zu allen Unterstützungshilfen zusammengefasst.

Aktuelle Corona-Hilfen
Bundesfinanzministerium

Bitte beachten Sie: Die Höhe der in der Grafik dargestellten Zuschüsse kann abweichen. Die Grafik zeigt lediglich die einzelnen Förderungen und deren Voraussetzung.



Überbrückungshilfen

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es für coronabedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen. Für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 gibt es die Überbrückungshilfe III.

Überbrückungshilfe III

Für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 gibt es eine Fortsetzung der Überbrückungshilfe (= Überbrückungshilfe III). Die Konditionen wurden dabei noch einmal verbessert.

Im Detail sollen die erstattungsfähigen Fixkosten erweitert werden, beispielsweise um 50% der Abschreibungen, Finanzierungskosten, Marketing- und Werbekosten oder auch Sonderabschreibungen für verderbliche Waren oder Saisonwaren bei Einzelhändlern (es gibt einen Musterkatalog an förderfähigen Fixkosten). Der Erstattungsbetrag beträgt bis zu 1,5 Millionen Euro pro Monat, Abschlagszahlungen können bis zu 100.000 Euro geleistet werden. Die Erstattung der Fixkosten erfolgt in Abhängigkeit des Umsatzrückgangs (typischerweise im Vergleich zum entsprechenden Monat im Jahr 2019) wie vorstehend aufgegliedert.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% gegenüber dem Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 1,5 Millionen Euro pro Monat.

Zusätzlich antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen, die im Dezember von den Schließungen direkt oder indirekt betroffen sind.
  • Unternehmen, die 2021 weiter von den am 28.10.2020 bzw. den jetzt neu vereinbarten Schließungen betroffen sind (direkt und indirekt).
  • Unternehmen, die zwar nicht geschlossen sind, aber auch in 2021 erhebliche Umsatzeinbußen haben. Voraussetzung ist hier ein Umsatzrückgang von mindestens 40 % im Vergleich zum Vorjahresumsatz.

Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III beantragen:

  • Auf Basis der Bundesregelung Fixkostenhilfe (Zuschusshöhe 1 bis 4 Millionen Euro) ist zu beachten, dass aufgrund des europäischen Beihilferechts entsprechende Verluste nachgewiesen werden müssen. Eine Förderung ist je nach Unternehmensgröße bis zu 70 bzw. 90 Prozent der ungedeckten Fixkosten möglich.
  • Auf Basis der Kleinbeihilfenregelung (bei staatlichen Zuschüssen von insgesamt bis zu 1 Million Euro) ohne den Nachweis von Verlusten.

Dies ist ein wichtiger Unterschied zur Überbrückungshilfe II, die allein auf der Fixkostenregelung basiert.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und/oder Rechtsanwälte unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. 



Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe II unterstützte kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige, Freiberufler, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die von April bis August 2020 UND im Förderzeitraum September bis Dezember 2020 hohe corona-bedingte Umsatzeinbußen hatten, bei der Deckung von Fixkosten im Förderzeitraum September bis Dezember 2020.

Die Antragsfrist endete am 31. März 2021. Änderungsanträge können bis zum 31. Mai 2021 gestellt werden.



Neustarthilfe

Soloselbständige, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften können im Rahmen der Überbrückungshilfe III eine einmalige Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) ansetzen. Die maximale Höhe beträgt 7.500 Euro (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft maximal 30.000 Euro).

Beachten Sie hierzu bitte folgende Definition für den Begriff "Soloselbstständige":

Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die zum Stichtag 31. Dezember 2020 (vor dem Start des Förderzeitraums) weniger als eine Angestellte oder einen Angestellten (Vollzeit-Äquivalent) - entspricht Faktor 1 in der untenstehenden Erklärung - beschäftigten. Die Anzahl der Beschäftigten ist auf Basis von Vollzeitäquivalenten zu ermitteln (Basis: 40 Arbeitsstunden je Woche). Bei der Bestimmung der Vollzeitäquivalente auf Basis der im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitszeit werden Beschäftigte wie folgt berücksichtigt:

Beschäftigte bis 20 Stunden = Faktor 0,5    |    Beschäftigte bis 30 Stunden = Faktor 0,75    |     Beschäftigte über 30 Stunden = Faktor 1    |    Beschäftigte auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3    |    Saisonarbeitskräfte, Arbeitskräfte in Mutterschutz/Elternzeit und vergleichbar Beschäftigte werden berücksichtigt, wenn sie am Stichtag beschäftigt waren

Bei der Neustarthilfe sind die Bedingungen der einmaligen Betriebskostenpauschale deutlich verbessert. Diese wurde auf 50 Prozent des Referenzumsatzes verdoppelt. Der Referenzumsatz beträgt im Regelfall 50 Prozent des Gesamtumsatzes 2019. Damit beträgt die Betriebskostenpauschale normalerweise 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019. Für Antragstellende, die ihre selbständige Tätigkeit erst ab dem 1. Januar 2019 aufgenommen haben, gelten besondere Regeln.

Soloselbstständige, die Neustarthilfe beantragen, können direkt Anträge stellen (direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Anträge sind seit dem 16. Februar 2021 möglich.



Eigenkapitalzuschuss

Unternehmen, die in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 % erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Dieser dient der Substanzstärkung von Unternehmen und wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Der neue Eigenkapitalzuschuss beträgt bis zu 40 % des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 erstattet bekommt (vgl. Punkt 2.4 der FAQs zur Überbrückungshilfe III des Bundes).

Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 %. Für die einzelnen Monate ergeben sich somit folgende Fördersätze:

Monate mit Umsatzeinbruch mindestens 50%Höhe des Zuschlags
1. und 2. Monatkein Zuschlag
3. Monat25 %
4. Monat35 %
5. und jeder weitere Monat40 %

Nähere Details können Sie dem Infoblatt zu finanziellen Hilfen entnehmen.

Härtefallfonds

Bund und Länder haben einen Härtefallfonds für Fälle beschlossen, in denen die bestehenden Corona-Hilfsprogramme nicht greifen.

Anträge auf Härtefallhilfe können in Bayern ab dem 18. Mai 2021 über Prüfende Dritte (z.B. Steuerberater) elektronisch gestellt werden. Zuständige Bewilligungsstelle ist – wie schon bei der Überbrückungshilfe – die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Eine Härtefallkommission aus Vertretern der Wirtschaft (Handwerkskammern, IHK, vbw) und unter Vorsitz des Wirtschaftsministeriums entscheidet über die Einzelfallförderungen. Erstattet werden je nach Umsatzrückgang die betrieblichen Fixkosten. Es werden maximal 100.000 Euro je Härtefall erstattet.

Härtefallhilfe kann nur beantragen, wer sich wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftlicher Existenzgefährdung befindet und von den bestehenden staatlichen Förderprogrammen nicht erfasst ist. So sind beispielsweise Unternehmen, die Überbrückungshilfe erhalten haben oder dafür antragsberechtigt sind, von der Härtefallhilfe ausgenommen.



Außerordentliche Wirtschaftshilfe – Novemberhilfe / Dezemberhilfe

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützte unter anderem Unternehmen und Selbstständige, die von Schließungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab 2. November 2020 betroffen waren. Noch bis 30. Juni 2021 können Änderungsanträge gestellt werden. Die Antragsfrist für Neuanträge endete am 30.04.2021.

Information für Betriebe mit angeschlossenem Gaststättenbetrieb
Der Zugang zu den außerordentlichen Wirtschaftshilfen für den Monat November und Dezember wurde verbessert und vereinfacht - Nunmehr werden Gaststätten, die an ein Unternehmen, wie beispielsweise an eine Brauerei, eine Bäckerei oder eine Metzgerei angeschlossen sind, bei der Antragsberechtigung für die November- und Dezemberhilfe so behandelt, als handele es sich um eigenständige Unternehmen. Prüfen Sie, ob für Ihren Betrieb ggf. noch (bis zum 30. Juni 2021) ein Änderungsantrag gestellt werden kann.



Finanzierungshilfen (Darlehen, Bürgschaften)

Bayerische Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus von Liquiditätsproblemen beispielsweise aufgrund unterbrochener Lieferketten betroffen sind, werden vom Freistaat Bayern unterstützt. Über die LfA Förderbank Bayern, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedene Bürgschaftsprogramme können Kredite und Bürgschaften an betroffene Betriebe ausgereicht werden, die weiterhin über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen.

Ihr Weg zur Finanzierungshilfe: Erster Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote ist Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen bei LfA, KfW und der Bürgschaftsbank Bayern. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank.

Auf der zentralen Informationsplattform des Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unter
www.stmwi.bayern.de/coronavirus
finden Sie einen kompakten und laufend aktualisierten Überblick über alle aktuellen finanziellen Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften etc.).

Darüber hinaus gibt es eine Coronavirus-Hotline des Staatsministeriums:

 089 2162-2101

(Montag - Donnerstag: 07:30 - 17:00 Uhr, Freitag: 07:30 - 16:00 Uhr)



Weitere finanzielle Untersützungsmöglichkeiten:

Anspruch auf die Leistungen der Grundsicherung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) haben nicht nur erwerbsfähige und arbeitssuchende Menschen, sondern auch Selbstständige und Freiberufler. Hartz IV-Empfänger können grundsätzlich jede selbstständige Tätigkeit ausüben. Dies bedeutet auch, dass bei Selbstständigkeit Anspruch auf das Arbeitslosengeld II besteht, wenn das erzielte Einkommen nicht zur Deckung des Lebensunterhalts ausreicht.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Agentur für Arbeit:
Selbstständige, die von der Möglichkeit der Antragspflichtversicherung („freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung“) nach §28a SGBIII Gebrauch gemacht haben, und deren wöchentliche Arbeitszeit bedingt durch die Corona-Krise auf unter 15 Stunden fällt, können möglicherweise einen Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen.
Das Bundesministerium der Finanzen und die obersten Finanzbehörden der Länder haben verschiedene steuerliche Erleichterungen beschlossen, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten. Ziel ist es, die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.
Aktuelle Informationen zu Stundungsmöglichkeiten für Beitröge zur Berufsgenossenschaften sind im Infoblatt zu finanziellen Hilfen für Betriebe in der Corona-Krise zusammengefasst.
 

Hilfsprogramm für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise

Mit dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" unterstützt die Bundesregierung Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise. Konkret können sie unter bestimmten Voraussetzungen Prämien erhalten, wenn sie das Ausbildungsniveau trotz Krise erhalten oder sogar erhöhen.

Auch Unternehmen, die Lehrlinge aus Corona-bedingt insolventen Betrieben übernehmen können eine Förderung erhalten.

ausführliche Informationen zum Hilfsprogramm "Ausbildungsplätze sichern"



Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zu den Auswirkungen der Corona-Ausbreitung

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft insgesamt und auf Handwerksbetriebe sind erheblich. Um immer wieder ein aktuelles Bild von der Betroffenheit der Betriebe zu erhalten, führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit vielen Handwerkskammern und Fachverbänden des Handwerks seit März 2020 regelmäßig eine Umfrage durch.

Allen Betrieben, die sich in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die Zeit nehmen, an der Befragung teilzunehmen, im Voraus vielen Dank!

Der aktuelle Umfragezeitraum ist abgelaufen. Wir informieren an dieser Stelle, sobald ein neuer Umfragezeitraum startet.



Aktueller Linktipp

 www.deutsche-handwerks-zeitung.de/corona



Hinweis: Die hier aufgeführten Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Dennoch können wir aufgrund der aktuellen Lage eine Vollständigkeit und permanente Aktualität nicht immer gewährleisten.