Hygieneregeln | Coronavirus
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Coronavirus: Aktuelle Informationen und Hinweise

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen und Antworten auf häufige Fragen

+++ Aktuell: Verlängerung der Corona-Arbeitsschutzverordnung (Stand: 10.09.2021) +++

Seit 02.09.2021 gilt die neue 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Zum 10.09.2021 wurde zudem die Corona-Arbeitsschutzverordnung (siehe Arbeitschutz und Arbeitsrecht) angepasst und verlängert.

Die 3G-Regel gilt im Handwerk weiterhin nur für körpernahe Dienstleistungen und gastronomische Angebote, hingegen nicht für alle sonstigen Handwerksbetriebe. Anstatt der FFP2-Maske wird die medizinische Maske (OP-Maske) zum neuen Maskenstandard. Wenn sich die Infektionslage weiter verschlechtern sollte, wird die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen ergreifen. Bei der Beurteilung wird aber nicht mehr die 7-Tage-Inzidenz herangezogen, sondern die Belegung der Krankenhäuser und Intensivstationen. Dies wird Krankenhausampel genannt.

Detaillierte Informationen zu den aktuell geltenden Regelungen finden Sie in unserer Zusammenstellung der Antworten auf aktuell häufige Fragen ( FAQs).

Aktuell gilt die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV) 




Zentrale Beratungshotlines für Mitgliedsbetriebe in der Corona-Krise

Hotline der Unternehmensberatung

 0931 30908-3344

 unternehmensberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Finanzierungshilfen bei Liquiditätsengpässen
  • Möglichkeiten der Steuerstundung

Hotline der Rechtsberatung

0931 30908-3366

 rechtsberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Fragen zum Infektionsschutzgesetz
  • Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Vertragsrechtliche Konsequenzen der Corona-Krise


Die Handwerkskammer für Unterfranken hat für Sie Informationen, Kontaktdaten regionaler Ansprechpartner, Merkblätter, Antragsformulare und Mustervorlagen zur Unterstützung für Betriebe im Zusammenhang mit der Corona-Krise zusammengestellt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat ebenfalls die wichtigsten Fragen und Antworten, die sich für Handwerksbetriebe und Betriebsinhaber aktuell stellen, in einem Corona-FAQ für Handwerksbetriebe zusammengefasst.

Allgemeine Gesundheitshinweise

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) bietet auf der Webseite www.infektionsschutz.de ein breites Angebot an Informationen rund um Infektionsschutz, z. B. Hygienetipps (gründliches Händewaschen, Nies- und Hustenetikette etc.).



Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL):

 09131 6808-5101



Merkblatt für die Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts

Praktische Handlungsempfehlungen zur Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts für die Öffnung von Handels- und Dienstleistungsbetrieben gemäß § 12 der 11. BayIfSMV: Sie wurden auf Basis der jeweils gültigen Rechtsverordnung nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. 



Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt für Unternehmen eine Checkliste zur Verfügung. Diese Liste kann zur Umsetzung der geforderten Schutzmaßnahmen im Betrieb genutzt werden.



Gewerkspezifische Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben

Zahlreiche Institutionen haben gewerkspezifische Vorgaben für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen erarbeitet. Diesbezüglich können Sie sich bei Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft informieren.



Informationen zu Kursbetrieb und Prüfungen (Stand: 2. September 2021)

Am 2. September 2021 ist die neue 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft getreten. Mit ihr gilt die sogenannte "3G-Regelung" (geimpft, genesen, getestet) in Städten und Landkreisen, in denen die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 35 überschreitet. Die Regelung gilt somit auch für Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer an Standorten, die eine Inzidenz über 35 aufweisen.

 zu den detaillierten Informationen für Kurs- und Prüfungsteilnehmer/innen



Arbeitsschutz und Arbeitsrecht

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten. Prinzipiell gilt jedoch: Wer nicht erkrankt ist, muss zur Arbeit erscheinen.

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen, wie das Abstandhalten von anderen Personen (mindestens 1,5 Meter) und Einhaltung von Hygieneregeln werden für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst während der Corona-Pandemie einige weitere Maßnahmen und Vorgehensweisen empfohlen. Diese sind als Informationen zu Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst (Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) zusammengefasst.

Weitergehende Empfehlungen, was Betriebe und Beschäftigte branchenspezifisch tun können, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, werden von den jeweiligen Berufsgenossenschaften bereitgestellt.

 Besondere Arbeitschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Mutterschutz während der Corona-Pandemie (Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Stand: 11. November 2020)



Corona-Arbeitsschutzverordnung

Am 06.09. wurde eine Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) bis zum Tag der Aufhebung der pandemischen Lage, längstens jedoch bis einschließlich 24. November 2021 beschlossen. Um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten weiterhin zu gewährleisten, sieht sie mit Wirkung ab 10. September 2021 weiter folgende Maßnahmen vor:

  • Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen, wenn die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass ein Schutz der Beschäftigten durch technische und organisatorische Schutzmaßnahmen nicht ausreichend ist. Es kann sich dabei um medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz), FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken handeln.
  • Arbeitgeber bleiben verpflichtet, allen Beschäftigten, die nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, mindestens zweimal wöchentlich einen Coronatest anzubieten. Ein Testangebot ist ausnahmsweise nicht mehr erforderlich, soweit der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellt oder einen bestehenden gleichwertigen Schutz nachweisen kann. Ausnahmen gelten daher insbesondere für vollständig geimpfte bzw. von einer CoViD-19-Erkrankung genesene Beschäftigte. Die Beschäftigten sind jedoch nicht verpflichtet, die Testangebote wahrzunehmen sowie dem Arbeitgeber Auskunft über ihren Impf- bzw. Genesungsstatus zu geben.
  • Betriebe sind wie bisher verpflichtet, ein betriebliches Hygienekonzept zu erstellen, umzusetzen und vorweisen zu können. In diesem müssen die Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festgelegt werden. Als Maßstab sind die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel (siehe oben) und die branchenbezogenen Praxishilfen der Unfallversicherungsträger heranzuziehen. Das Hygienekonzept ist in der Arbeitsstätte in geeigneter Weise zugänglich zu machen und die Beschäftigten sind bzgl. der festgelegten Schutzmaßnahmen zu unterweisen.
  • Auch während der Pausenzeiten und in den Pausenbereichen des Betriebs muss der Infektionsschutz gewährleistet bleiben.

 Für weitere Informationen hat das Bundesarbeitsministerium eine Übersicht mit Fragen und Antworten zur Corona-Arbeitsschutzverordnung veröffentlicht: BMAS - FAQs zur Corona-Arbeitsschutzverordnung

Neu (seit 10.09.2021) ist, dass Arbeitgeber Beiträge zur Erhöhung der Impfbereitschaft leisten sollen, indem sie Beschäftigte über die Risiken einer COVID-19 Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung informieren, die Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten unterstützen sowie Beschäftigte zur Wahrnehmung außerbetrieblicher Impfangebote freistellen.



Informationen zu folgenden weiteren Themen:

Ausführliche Informationen zu handwerklichen Tätigkeiten mit grenzüberschreitenden Bezug finden Sie auf derHomepage von Bayern Handwerk International.

Vor allem für die Rückkehrer aus so genannten Risikogebieten gelten besondere Vorschriften. Die derzeit geltende Coronavirus Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) regelt einheitlich für ganz Deutschland die Anmeldepflicht (digitale Einreiseanmeldung), die Testnachweispflicht und die Quarantänebestimmungen für die Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland. Die jeweils aktuellen Coronavirus-Risikogebiete sind auf der Webseite des Robert Koch-Instituts veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Umgang mit Quarantänevorschriften liefert das folgende Merkblatt des Unternehmerverbands Deutsches Handwerk (UDH): Merkblatt "Corona: Umgang mit Quarantänevorschriften"

Empfehlungen für Arbeitgeber: Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) empfiehlt grundsätzlich, die Mitarbeiter über die bestehenden Quarantäneregeln für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten zu informieren. Auch auf die entsprechenden Informationsseiten zu Risikogebieten sollte hingewiesen werden. Die Arbeitnehmer sollten zudem darüber informiert werden, dass ihnen während der Zeit der Quarantäne, sofern keine Arbeitsleistung im Home-Office möglich ist, kein Anspruch auf Lohnzahlung zusteht.

Wenn Beschäftigte bestimmte übertragbare Krankheitserreger in sich tragen bzw. ein Verdacht dahingehend besteht, stellen sie eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen dar. Wird aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) deshalb verboten der Erwerbstätigkeit nachzugehen und die Betroffenen erleiden aufgrund dessen einen Verdienstausfall, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung beantragt werden.

Weitere Informationen zu Entschädigungsansprüchen nach dem IfSG finden Sie auf der Webseite des Freistaats Bayern zu Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz und im FAQ-Papier des Bundesministeriums für Gesundheit.

Seit dem 8. März 2021 finanziert der Bund für alle Bürger mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest, der individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden kann.
Auch für Handwerksbetriebe können Schnell- und Selbsttests einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat aktuelle häufige Fragen sowie Vorlagen in einem FAQ - Umgang mit Corona-Tests in den Betrieben zusammengefasst.

Weitere Fragen und Antworten zu Schnell- und Selbsttests zum Nachweis von SARS-CoV-2 finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit

Die Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft haben zudem einen Aufruf und eine Informationskampagne zu Schnell-/Selbsttests für Betriebe gestartet. Mehr dazu finden Sie hier.

Aufgrund eines neuen Gesetzes zum Kinderkrankengeld kann Arbeitsausfall für Kinderbetreuung als Kinderkrankengeld bei der Krankenkasse beantragt werden. Häufige Fragen zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld werden vom Bundesgesundheitsministerium beantwortet: Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und Kinderkrankengeld - Bundesgesundheitsministerium.


Liquiditätshilfen und Direktzuschüsse im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Die Maßnahmen zum Infektionsschutz und des Teil-Lockdowns sorgen in einigen Branchen des Handwerks für eine angespannte Liquiditätssituation. Bund und Länder stellen zur Unterstützung aktuell verschiedene Liquiditätshilfen zur Verfügung und steuerrechtliche Corona-Erleichterungen auch weiterhin in Aussicht. Die aktuellen finanziellen Hilfen finden Sie im Folgenden sowie im Infoblatt zusammengefasst.

 Infoblatt zu finanziellen Hilfen für Betriebe in der Corona-Krise (Stand: 30.08.2021)

Bitte beachten Sie: Das Infoblatt wird laufend aktualisiert. Sie finden darin die jeweils neuesten Informationen zu allen Unterstützungshilfen zusammengefasst.

Aktuelle Corona-Hilfen
Bundesfinanzministerium

Bitte beachten Sie: Die Höhe der in der Grafik dargestellten Zuschüsse kann abweichen. Die Grafik zeigt lediglich die einzelnen Förderungen und deren Voraussetzung.



Überbrückungshilfen

Bitte beachten Sie: Die Corona-Hilfen wurden bis 31. Dezember 2021 verlängert. Die nachfolgenden Informationen befinden sich aktuell in der Überarbeitung.

Überbrückungshilfe III (Plus)

Für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 gibt es das Programm Überbrückungshilfe III (Plus), das die Existenz von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die durch pandemiebedingte Umsatzausfälle getroffen sind, sichern soll. Die Beantragung der Überbrückungshilfe III (Plus) erfolgt zu den Bedingungen der Überbrückungshilfe III.

Antragsberechtigt sind Unternehmen im Vollerwerb, die pandemiebedingt in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% gegenüber dem Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Für Unternehmen und Soloselbständige (junge Unternehmen) deren Gründung, bzw. Aufnahme der betrieblichen Tätigkeit zwischen 1.1.2019 und 31.10.2020 erfolgte, bestehen alternative Ermittlungsmethoden für den Referenzumsatz. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 1,5 Millionen Euro pro Monat (junge Unternehmen max. 1,8 Millionen Euro). Abschlagszahlungen erfolgen in Höhe von 50 % der beantragten Förderung, bis max. 100.000 Euro je Monat, bzw. insgesamt bis zu 800.000 Euro.

 Eine Beantragung der Überbrückungshilfe III (Plus) ist bis zum 31. Oktober 2021 möglich. Die Antragstellung kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und/oder Rechtsanwälte unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Beratungskosten für prüfende Dritte im Zusammenhang mit der Antragstellung und einer Schlussabrechnung sind anteilig förderfähig.

Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III (Plus) beantragen:

  • Auf Basis der Bundesregelung Fixkostenhilfe (Zuschusshöhe 1 bis 4 Millionen Euro) ist zu beachten, dass aufgrund des europäischen Beihilferechts entsprechende Verluste nachgewiesen werden müssen. Eine Förderung ist je nach Unternehmensgröße bis zu 70 bzw. 90 Prozent der ungedeckten Fixkosten möglich.
  • Auf Basis der Kleinbeihilfenregelung (bei staatlichen Zuschüssen von insgesamt bis zu 1 Million Euro) ohne den Nachweis von Verlusten.

Förderfähig sind ungedeckte betriebliche Fixkosten (bspw. Mieten, Schuldzinsen) gemäß Aufstellung in den FAQs des BMWI (Punkt 2.4).

Die Höhe der Förderung orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich des Fördermonats zum Vorjahresmonat. Es gilt folgende Staffelung:

  • bis zu 100 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70%
  • bis zu 60 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von 50 % bis 70 %
  • bis zu 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 30 %

Die Überbrückungshilfe III (Plus) bietet über die bekannten Leistungen der Überbrückungshilfe III hinaus folgende Möglichkeiten:

  • Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder in anderer Form die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe ("Restart-Prämie") als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.

Nach Ablauf des letzten Fördermonats bzw. nach Bewilligung, spätestens jedoch bis 30. Juni 2022, muss der Antragsteller über den von ihm beauftragten prüfenden Dritten eine Schlussabrechnung über die von ihm empfangenen Leistungen vorlegen.



Neustarthilfe (Plus)

Soloselbständige, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, die vor dem 1. November 2021 gegründet wurden, können im Rahmen der Neustarthilfe (Plus) eine einmalige Betriebskostenpauschale ansetzen. Deren Höhe beträgt für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften bis zu 12.000 Euro (7.500 Euro für Januar 2021 bis Juni 2021 und 4.500 Euro für Juli 2021 bis September 2021), für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften bis zu 30.000 Euro. Die Auszahlung erfolgt in Form eines Vorschusses.

Beachten Sie hierzu bitte folgende Definition für den Begriff "Soloselbstständige":

Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die zum Stichtag 31. Dezember 2020 (vor dem Start des Förderzeitraums) weniger als eine Angestellte oder einen Angestellten (Vollzeit-Äquivalent) - entspricht Faktor 1 in der untenstehenden Erklärung - beschäftigten. Die Anzahl der Beschäftigten ist auf Basis von Vollzeitäquivalenten zu ermitteln (Basis: 40 Arbeitsstunden je Woche). Bei der Bestimmung der Vollzeitäquivalente auf Basis der im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitszeit werden Beschäftigte wie folgt berücksichtigt:

Beschäftigte bis 20 Stunden = Faktor 0,5    |    Beschäftigte bis 30 Stunden = Faktor 0,75    |     Beschäftigte über 30 Stunden = Faktor 1    |    Beschäftigte auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3    |    Saisonarbeitskräfte, Arbeitskräfte in Mutterschutz/Elternzeit und vergleichbar Beschäftigte werden berücksichtigt, wenn sie am Stichtag beschäftigt waren

Soloselbstständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III (Plus) sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, können einmalig 50 % des entsprechenden Referenzumsatzes 2019 ansetzen. Der Referenzumsatz beträgt im Regelfall 50 % des Gesamtumsatzes 2019. Damit beträgt die Betriebskostenpauschale normalerweise 25 % des Jahresumsatzes 2019. Für Antragstellende, die ihre selbständige Tätigkeit erst ab dem 1. Januar 2019 aufgenommen haben, gelten besondere Bedingungen.

Berechnungsbeispiele für den Referenzumsatzes und der Höhe der Neustarthilfe gibt es in den FAQs des BMWI (Punkt 3.2.)

Eine Beantragung der Neustarthilfe (Plus) ist bis zum 31. Oktober 2021 möglich. Anträge auf Neustarthilfe (Plus) können eigenständig durch Soloselbständige und Personengesellschaften über die Online-Plattform des BMWI (direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) gestellt werden. Zur Legitimation ist ein ELSTER-Zertifikat (bekannt aus der Steuererklärung) erforderlich. Alternativ ist die Beantragung auch über einen prüfenden Dritten, d.h. über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und/oder Rechtsanwälte möglich. Für juristische Personen ist die Beantragung durch einen prüfenden Dritten obligatorisch.

Bitte beachten: Die Auszahlung der Neustarthilfe (Plus) erfolgt in Form eines Vorschusses. Konkrete Ermittlungen der Umsatzeinbußen für die Monate des Förderzeitraums erfolgen erst im Nachhinein. Durch den Antragsteller ist eigenständig eine Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums, spätestens jedoch bis zum 31. Dezember 2021, durchzuführen. Die Abrechnung kann u. U. ergeben, dass der gewährte Vorschuss (anteilig) zurückgezahlt werden muss. Zum Zeitpunkt der Endabrechnung besteht ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe (Plus) und Überbrückungshilfe III (Plus).



Eigenkapitalzuschuss

Unternehmen, die in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 % erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Dieser dient der Substanzstärkung von Unternehmen und wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III (Plus) gewährt.

Der neue Eigenkapitalzuschuss beträgt bis zu 40 % des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 erstattet bekommt (vgl. Punkt 2.4 derFAQs zur Überbrückungshilfe III des Bundes).

Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 %. Für die einzelnen Monate ergeben sich somit folgende Fördersätze:

Monate mit Umsatzeinbruch mindestens 50%Höhe des Zuschlags
1. und 2. Monatkein Zuschlag
3. Monat25 %
4. Monat35 %
5. und jeder weitere Monat40 %

Nähere Details können Sie dem Infoblatt zu finanziellen Hilfen entnehmen.

Härtefallfonds

Bund und Länder haben einen Härtefallfonds für Fälle beschlossen, in denen die bestehenden Corona-Hilfsprogramme nicht greifen.

Anträge auf Härtefallhilfe können über einen prüfenden Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Rechtsanwälte) elektronisch gestellt werden. Die Antragstellung erfolgt in elektronischer Form über ein länderübergreifendes Antragsportal. Zwingend erforderlich ist, dass im Antragsportal das bayernspezifische Sonderdokument ausgefüllt, an den entsprechenden Stellen unterschrieben und hochgeladen wird. Eine Härtefallkommission aus Vertretern der Wirtschaft (Handwerkskammern, IHK, vbw) und unter Vorsitz des Wirtschaftsministeriums entscheidet über die Einzelfallförderungen. Erstattet werden je nach Umsatzrückgang die betrieblichen Fixkosten. Es werden maximal 100.000 Euro je Härtefall erstattet.

Härtefallhilfe kann nur beantragen, wer sich wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftlicher Existenzgefährdung befindet und von den bestehenden staatlichen Förderprogrammen nicht erfasst ist. So sind beispielsweise Unternehmen, die Überbrückungshilfe erhalten haben oder dafür antragsberechtigt sind, von der Härtefallhilfe ausgenommen.



Finanzierungshilfen (Darlehen, Bürgschaften)

Bayerische Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus von Liquiditätsproblemen beispielsweise aufgrund unterbrochener Lieferketten betroffen sind, werden vom Freistaat Bayern unterstützt. Über die LfA Förderbank Bayern, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedene Bürgschaftsprogramme können Kredite und Bürgschaften an betroffene Betriebe ausgereicht werden, die weiterhin über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen.

Ihr Weg zur Finanzierungshilfe: Erster Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote ist Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen bei LfA, KfW und der Bürgschaftsbank Bayern. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank.

Auf der zentralen Informationsplattform des Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unter
www.stmwi.bayern.de/coronavirus
finden Sie einen kompakten und laufend aktualisierten Überblick über alle aktuellen finanziellen Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften etc.).

Darüber hinaus gibt es eine Coronavirus-Hotline des Staatsministeriums:

 089 2162-2101

(Montag - Donnerstag: 07:30 - 17:00 Uhr, Freitag: 07:30 - 16:00 Uhr)



Weitere finanzielle Untersützungsmöglichkeiten:

Anspruch auf die Leistungen der Grundsicherung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) haben nicht nur erwerbsfähige und arbeitssuchende Menschen, sondern auch Selbstständige und Freiberufler. Hartz IV-Empfänger können grundsätzlich jede selbstständige Tätigkeit ausüben. Dies bedeutet auch, dass bei Selbstständigkeit Anspruch auf das Arbeitslosengeld II besteht, wenn das erzielte Einkommen nicht zur Deckung des Lebensunterhalts ausreicht.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Agentur für Arbeit:
Selbstständige, die von der Möglichkeit der Antragspflichtversicherung („freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung“) nach §28a SGBIII Gebrauch gemacht haben, und deren wöchentliche Arbeitszeit bedingt durch die Corona-Krise auf unter 15 Stunden fällt, können möglicherweise einen Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen.
Das Bundesministerium der Finanzen und die obersten Finanzbehörden der Länder haben verschiedene steuerliche Erleichterungen beschlossen, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten. Ziel ist es, die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.
Aktuelle Informationen zu Stundungsmöglichkeiten für Beitröge zur Berufsgenossenschaften sind im Infoblatt zu finanziellen Hilfen für Betriebe in der Corona-Krise zusammengefasst.
 

Kurzarbeit

Für Unternehmen, die durch das Coronavirus Auftragsengpässe erleiden, ist die Beantragung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich. Dies hat die Bundesagentur für Arbeit offiziell klargestellt.

Kurzarbeitergeld kommt in Frage, wenn aufgrund des Coronavirus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder wenn staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird. Bevor Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen, müssen sie die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Hier können Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen und finden weitere wichtige Informationen:  Webseite zur Bundesagentur für Arbeit

Informationen erhalten betroffene Betriebe auch über folgende Arbeitgeber-Hotline der Bundesagentur für Arbeit:

 0800 45555 20

(Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr, Anrufe werden jeweils an die regional zuständigen Agenturen geroutet)

Für Betriebe am Bayerischen Untermain gibt es eine zusätzliche Arbeitgeberhotline:
06021 390 575

Übernahme von Auszubildenden und Einstellungen im Bereich Ausbildung während Kurzarbeit

Die Übernahme von Auszubildenden nach der Ausbildung war schon fest geplant, das Unternehmen war aber gezwungen aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzumelden: Wenn der Auszubildende nach abgeschlossener Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, kann er bei Bedarf direkt in den Bezug von Kurzarbeitergeld gehen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Dies ermögliche es, Fachkräfte zu halten und Unternehmen optimal für die Zeit nach Corona aufzustellen.

Sie weist zudem darauf hin, dass auch während der Kurzarbeit die Einstellung von Auszubildenden für das neue Ausbildungsjahr möglich ist, sofern diese nicht in Kurzarbeit (also regulär) beschäftigt werden können.



Hilfsprogramm für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise

Mit dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" unterstützt die Bundesregierung Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise. Konkret können sie unter bestimmten Voraussetzungen Prämien erhalten, wenn sie das Ausbildungsniveau trotz Krise erhalten oder sogar erhöhen.

Auch Unternehmen, die Lehrlinge aus Corona-bedingt insolventen Betrieben übernehmen können eine Förderung erhalten.

ausführliche Informationen zum Hilfsprogramm "Ausbildungsplätze sichern"



Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zu den Auswirkungen von Corona

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft insgesamt und auf Handwerksbetriebe sind erheblich. Um immer wieder ein aktuelles Bild von der Betroffenheit der Betriebe zu erhalten, führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit vielen Handwerkskammern und Fachverbänden des Handwerks seit März 2020 regelmäßig eine Umfrage durch.

Allen Betrieben, die sich in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die Zeit nehmen, an der Befragung teilzunehmen, im Voraus vielen Dank!

Der nächste Umfragezeitraum wird an dieser Stelle bekanntgegeben.





Hinweis: Die hier aufgeführten Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Dennoch können wir aufgrund der aktuellen Lage eine Vollständigkeit und permanente Aktualität nicht immer gewährleisten.