Bohrtechnik der nächsten Generation | Projekt Robonet 4.0
Handwerkskammer
Im Projekt Robonet 4.0 wird am Bildungszentrum Schweinfurt der Handwerkskammer für Unterfranken die Bohrtechnik der nächsten Generation erprobt.

Digitalisierung im Handwerk in der Praxis

"Die Basis für alles werden digitale Daten sein", fasste Thomas Planer, Leiter des Bildungszentrum Schweinfurt, die Eindrücke aus verschiedenen Einblicken in neue Technologien zusammen, die im Rahmen des Digitaltags am Bildungszentrum Schweinfurt präsentiert wurden. Betriebe aus der Region nutzten die Gelegenheit, um sich über Möglichkeiten zu informieren, den digitalen Wandeln in ihren Unternehmen zu gestalten. Bereits heute sind digitale Helfer in vielen Bereichen des Handwerks im Einsatz.  Als weitere Möglichkeit bietet sich für Betriebe auch die Auslagerung von digitalen Prozessen an. Unter anderem können mittels 3D-Druckverfahren schon jetzt verschiedenste Metallteile gedruckt werden.

Kollege Roboter als Unterstützung für den Menschen

Im Projekt Robonet 4.0, das am Bildungszentrum Schweinfurt im Rahmen des Forschungsprojekts "Handwerk Digital" läuft, wird der Einsatz von Robotertechnik gerade für den Menschen besonders anstrengende Tätigkeiten erprobt. Überkopf-Bohren wie z. B. das Herstellen von Lochbildern für abgehängte Decken ist eine prädistinierte Tätigkeit für den Roboter. Am Digitaltag wurde beispielsweise das autonome Bohren von Bohrlöchern in einem vorprogrammierten Muster mit einer mobilen Robotereinheit demonstriert. Unabhängig vom Bohrprojekt sind der Ausgangspunkt für die Tätigkeit des Roborters digitale Daten. Um das Bohrobjekt, z. B.  eine Wand, zu erfassen, verarbeitet die Programmiereinheit des Roboters Daten, die vorab über entsprechende Software wie BIM (Building Information Modeling) oder 2D- bzw. 3D-CAD-Systeme zur Verfügung gestellt werden. Für den Praxistest der Robotertechnik werden aktuell noch Betriebe, vorwiegend aus dem Metallbaubereich gesucht, die den Roboter für ihre Zwecke testen.

Neue Erkenntnisse mittels virtueller und erweiterter Realitäten

Neben Robotern und 3D-Laser-Aufmaßtechniken, die für BIM- und CAD-Systeme nutzbar sind, waren am Digitaltag im Bildungszentrum Schweinfurt auch sogenannte Virtual Reality (VR)- und Augmented Reality (AR)-Brillen im Einsatz. Mit der Technik dieser Brillen und spezieller Software ist es beispielsweise möglich, CAD-konstruierte Objekte in 3D in zuvor vermessene Räumlichkeiten einzusetzen und diese näher zu erkunden. Auch im Projekt Robonet 4.0 soll im nächsten Schritt Augmented Reality zur intuitiven Programmierung von Robotern ohne aufwändigen Programmiercode eingebunden werden. Ziel ist es, mit einer AR-Brille über menschliche Gesten die Bedienung und Steuerung des Roboters umzusetzen.



Einblicke in Arbeitswelten der Zukunft am Digitaltag im Bildungszentrum Schweinfurt

Virtual Reality | Digitaltag im Bildungszentrum Schweinfurt
Digitales Schweißen | Schweißsimulator
Fahrbarer Roboter im Bildungszentrum Schweinfurt
3D-Laser-Aufmaß - Messgerät

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Dipl.-Ing. (FH) Thomas Planer

Leiter des Bildungszentrum Schweinfurt

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