Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) Blanko mit 5 Maßnahmenschirtten
Umweltbundesamt
Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) Blanko mit 5 Maßnahmenschirtten

Neue Richtlinien: Beratung zu Energieförderprogrammen

Von staatlicher Seite werden für Endverbraucher verschiedenste Förderprogramme für die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen an Gebäuden bzw. in Unternehmen angeboten. Hierfür ist eine qualifizierte Energieberatung durch einen Experten erforderlich. Nur über den Experten kann dann die Beantragung der Fördermittel erfolgen.

Dank zweier Richtlinienanpassungen, die zum 1. Dezember 2017 in Kraft treten, wird nun der Kreis der für die Förderprogramme antragsberechtigten Energieberater erweitert – dies betrifft die beiden Beratungsfelder „Wohngebäude“ und „Mittelständische Unternehmen“.

Im Speziellen geht es um die Förderprogramme des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) „Vor-Ort-Beratung“ und „individueller Sanierungsfahrplan“. Gebäudeenergieberater (HWK), die in einem Handwerksbetrieb angestellt sind oder einen solchen führen, können diese nun übernehmen und dürfen darüber hinaus anschließende Sanierungsmaßnahmen umsetzen.

Die Richtlinienneuerungen sollen es mehr qualifizierten Fachleuten ermöglichen, den Weg in die Energieberatung einzuschlagen. Und das wiederum soll mehr Privatpersonen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zur Beratung zu Investitionsentscheidungen in Energieeffizienz ermöglichen.

Auf den Seiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle finden Sie weitere Informationen zu den Themen:

 Energieberatung für Wohngebäude

 Energieberatung für den Mittelstand



Förderung von Energieberatungen für Wohngebäude

Das seit Juli 2017 bestehende Förderprogramm „Individueller Sanierungsfahrplan“ wird im Zuge der Richtlinienneuerung ausdrücklich als richtlinienkonforme Darstellung der Ergebnisse einer Energieberatung anerkannt. Es ermöglicht, nicht nur den baulichen Ausgangszustand des Gebäudes, sondern auch die Wünsche, Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten des Hauseigentümers bzw. Unternehmens zu berücksichtigen.

Über das Förderprogramm erhält der Energieberater für eine Energieberatung für Wohngebäude eine Zuwendung in Höhe von maximal 800 Euro bei Ein- oder Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten. Gewährt wird die Zuwendung Energieberatern, die von der Bewilligungsbehörde für das Förderprogramm zugelassen wurden. Dies kann zum Beispiel durch einen Meistertitel im Handwerk aus dem Bereich Bau- und Ausbau mit anschließender Weiterbildung zum „Gebäudeenergieberater/in (HWK)“ erreicht werden. Der Energieberater verpflichtet sich durch eine Selbsterklärung, seine Kunden hersteller-, anbieter-, produkt- und vertriebsneutral zu beraten.

 Zugelassene Energieberater sind u. a. in der „Energieeffizienz-Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes“ unter  www.energie-effizienz-experten.de zu finden.

Förderung von Energieberatungen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Energieberatung für kleine und mittlere Betriebe soll

  • Energieeinsparpotenziale in den Unternehmen aufzeigen
  • die Anzahl der umgesetzten Energieeffizienzmaßnahmen erhöhen und damit
  • zusätzliche Energieeinsparungen realisieren.

Eine Energieberatung in KMUs ist dann förderfähig, wenn sie darauf ausgerichtet ist

  • in einem systematischen Verfahren ausreichende Informationen über das bestehende Energieverbrauchsprofil eines Gebäudes oder einer entsprechenden Gebäudegruppe, eines Betriebsablaufs oder einer industriellen oder gewerblichen Anlage zu erlangen
  • Möglichkeiten für wirtschaftliche Energieeinsparungen zu ermitteln und zu quantifizieren und
  • die Ergebnisse in einem Bericht zu erfassen.

Durch das Förderprogramm wird eine Energieeinsparung von 10 bis 20 % pro beratenes Unternehmen angestrebt, um eine jährliche Endenergieeinsparung von insgesamt 400 GWh durch das Förderprogramm zu erzielen. Die Höhe des Zuschusses zu den Beratungskosten richtet sich nach den Jahresenergiekosten des jeweiligen Betriebes.

Ihre Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer für Unterfranken zu den Themen Umwelt und Energie:

B. Eng. Anja Pfeuffer
Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT) - Fachrichtung Umwelt- und Energietechnik

Tel. 0931 30908-1168
Fax 0931 30908-1668
a.pfeuffer--at--hwk-ufr.de

Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer können sich kostenfrei beraten lassen.

Aktuelles Seminarangebot für Handwerksbetriebe

Das  Kompetenzzentrum für Energietechnik der Handwerkskammer für Unterfranken bietet ein umfangreiches Seminarangebot rund um regenerative Energien und die damit verbundenen Techniken und Systeme. Zur aktuellen Richtlinienänderung bei den Förderprogrammen des Bundes wurde für Energieberater ein eigenständiges Seminar konzipiert:

„Qualifizierter BAFA-Energieberater für Wohngebäude“ mit Projektarbeit anhand des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP)

Umfang: 24 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten, 16 Unterrichtseinheiten Projekterstellung in Heimarbeit mit Dozentenunterstützung

Termine: 13. + 14.03.18 sowie 17.05.18

Information und Anmeldung:  www.energietechnik-hwk.de/bafa-energieberater

Ihr Ansprechpartner bei der Handwerkskammer für Unterfranken zum Thema Aus- und Weiterbildungen zum und für Energieberater:

Gottfried Baumgartner
Leiter des Kompetenzzentrums für Energietechnik

Tel. 0931 4503-2105
Fax 0931 4503-2805
g.baumgartner--at--hwk-ufr.de