Regionalnetzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge in Mainfranken"
Ch. Frase/Riedel Bau AG

Praktische Hilfe bei der Ausbildung von Flüchtlingen

Ausbildungsprüfungen erfolgreich meistern: Darum ging es beim Treffen des Regionalnetzwerks "Unternehmen integrieren Flüchtlinge in Mainfranken" Anfang November bei der Firma Riedel Bau in Schweinfurt. Das Netzwerk ist eine Initiative von Handwerkskammer für Unterfranken und IHK Würzburg-Schweinfurt und bietet Unternehmen, die sich in der beruflichen Integration von Geflüchteten engagieren, regelmäßig eine Plattform zum Austausch über aktuelle Themen. Beim aktuellen Treffen betonte Herbert Treuting, Vorstand der Riedel Bau AG , dass das Bauunternehmen in der Integration von Flüchtlingen eine Chance sieht, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Das Unternehmen legt bei der Personalentwicklung großen Wert auf Unterstützung und individuelle Förderung von Auszubildenden, was auch die integrative Betreuung von Auszubildenden mit Fluchthintergrund mit einschließt. Unterfränkische Handwerksbetriebe, die Flüchtlinge ausbilden oder beschäftigen wollen, konnten zudem die Willkommenslotsen (gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) Erna Kleinhenz und Christian Rappold vor Ort kontaktieren. Die Experten der Handwerkskammer boten individuelle Unterstützung.

Unterstützungsmöglichkeiten

Ausbildungsbetriebe erfuhren beim Netzwerktreffen zudem, welche Fördermaßnahmen Auszubildende mit Flucht- und Migrationshintergrund im Vorfeld brauchen und welche Unterstützungsangebote es in der Region gibt. Ein weiteres Thema waren die Herausforderungen, vor die Azubis und ihre Betriebe beim Berufsschulbesuch und den dort nötigen Prüfungen gestellt werden. "Zu Beginn sind es bürokratische Hürden, dann liegen die Hindernisse im operativen Geschäft", so Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, bei seiner Begrüßung. Ein Kernproblem im betrieblichen Alltag, aber auch bei den Prüfungen sei häufig die Sprache und noch mehr die Fachsprache, sagte Sarah Strobel vom Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge". Sie griff die Problematik in ihrem interaktiven Vortrag auf. Dabei diskutierten die Teilnehmer Lösungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Verwendung einfacher Sprache. Unter den 75 Gästen waren nicht nur zahlreiche Unternehmer, sondern auch Vertreter der Berufsschulen, Agentur für Arbeit und Netzwerker.



Regionalnetzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge in Mainfranken"

Das Regionalnetzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge in Mainfranken" wurde im Oktober 2016 ins Leben gerufen. Es wird Handwerkskammer für Unterfranken und IHK Würzburg-Schweinfurt gemeinsam gestaltet. Das Netzwerk soll das Engagement von regionalen Betrieben bei der beruflichen Integration von Flüchtlingen sichtbar machen, über aktuelle Entwicklungen informieren und den Erfahrungsaustausch fördern. Bei jährlich zwei Treffen tauschen sich die Netzwerkpartner mit regionalen Unternehmen über aktuelle Themen aus.

Weitere Informationen unter  www.wir-integrieren-fluechtlinge.de