Corona-Test
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Schnell- und Selbsttests für Betriebe

Informationen zu aktuellen Fragen

Seit dem 8. März 2021 finanziert der Bund für alle Bürger mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest in den lokalen Testzentren vor Ort.

Angesichts dessen ist die neue Teststrategie von Bund und Ländern neben der Impfstrategie und den Hygieneregeln ein zentrales Element der aktuellen Corona-Politik in Deutschland. Vermehrte Test sind eine wirksame Brücke, bis allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden kann. Gemeinsam mit weiteren Spitzenverbänden der Wirtschaft hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) einen Appell an die Unternehmen und Betriebe gerichtet, ihren Beschäftigten regelmäßig solche Corona-Tests anzubieten.

Für Betriebe lohnt es sich, der Selbstverpflichtung zum Testen nachzukommen. Unternehmen können auf diese Weise zur Eindämmung der Pandemie beitragen, die Aufrechterhaltung ihrer Betriebsabläufe und Geschäftstätigkeiten sichern und ihre Beschäftigten vor Ansteckungen am Arbeitsplatz schützen. Denn Handwerksbetriebe tragen als Arbeitgeber eine hohe Verantwortung für ihre Arbeitnehmer und auch für ihre Kunden. Schnell- und Selbsttests können hier einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten.

Bitte beachten Sie dazu folgende Informationen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks:

Anwendungshinweise - Umgang mit Corona-Tests in Betrieben



Wir haben für Sie nachfolgend zudem weitere wichtige Fragen und Antworten zu diesem Thema zusammengestellt:

Besteht eine Testpflicht seitens der Mitarbeiter?

Ob ein Arbeitgeber eine Testpflicht anordnen darf, ist strittig. Eine grundsätzliche Verpflichtung eines Arbeitnehmers gibt es nicht, da diese ein unzulässiger Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und in das Persönlichkeitsrecht ist. Unseres Erachtens kann ein Arbeitgeber einen Test allenfalls verlangen, sofern ein begründeter Verdacht bzw. eine konkrete Infektionsgefahr besteht (beispielsweise wenn der Arbeitnehmer Symptome zeigt und Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hatte oder sich in einem Risikogebiet und dort an Orten mit erhöhtem Reise- und Publikumsverkehr aufgehalten hat). Das Recht des Arbeitgebers auf Anordnung eines Corona-Tests hängt damit nach Abwägung aller Interessen von den maßgeblichen Umständen des Einzelfalls ab. Konkrete Urteile liegen außer bezüglich der Abweisung eines Eilantrags eines Arbeitnehmers zu einem angeordneten Test des Arbeitgebers nach dem Weihnachtsurlaub nicht vor. In der Sache selbst wurde noch nicht entschieden.

Wie sich die Rechtsprechung in Zukunft auch zu einer nicht anlassbezogenen Testung stellen wird, bleibt abzuwarten.

Empfehlung: Es sollte hier im Vorfeld Kontakt zum zuständigen Gesundheitsamt aufgenommen werden, da letztendlich die Entscheidung über eine Testpflicht, soweit sich eine solche nicht bereits aus einer Rechtsverordnung oder Allgemeinverfügung ergibt, beim Gesundheitsamt liegt.

Liegen Symptome einer Corona-Infektion vor oder sind die Arbeitnehmer etwa aus einem Risikogebiet zurückgekehrt (Urlaub), kann ein Test verlangt werden. Wer in diesem Fall einen Test verweigert, kann den Betriebsräumen verwiesen werden und hat dann grundsätzlich auch keinen Anspruch auf Entgeltzahlung für diesen Tag.



Welche verschiedenen Testverfahren gibt es?

  • PCR-Test: Dieser wird von medizinischen Personal durchgeführt und in einem Labor ausgewertet.
  • Antigen-Schnelltest: Dieser wird durch medizinisches Personal in einem Testzentrum durchgeführt. Die Auswertung erfolgt sehr zeitnah direkt vor Ort.
  • Selbsttest: Bei diesem Testverfahren führt man den Test selbst durch, ebenso wie die Auswertung.

Schnelltests und Selbsttests haben gegenüber PCR-Tests eine deutlich höhere Fehlerquote. Positive Testergebnisse mit diesem beiden Testverfahren sollten daher immer mit einem PCR-Test abgeglichen werden. Und wer negativ getestet wird, sollte trotzdem weiter die AHA-L-Formel beachten.



Welchen Zweck haben Schnelltests und wo können sie durchgeführt werden?

Schnelltests werden eingesetzt, um beispielsweise Mitarbeiter bei Bedarf regelmäßig zu testen. Sie sollen in bestimmten Situationen zusätzliche Sicherheit bieten. Von Schnelltests sind die sogenannten Selbsttests zu unterscheiden, die im Gegensatz zu Schnell- und PCR-Test selbst durchgeführt werden können.

Schnelltests müssen von medizinischen Personal durchgeführt werden. Die testende Person muss die dafür notwendige Schutzbekleidung tragen. Positive Testergebnisse müssen dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet und durch einen PCR-Test verifiziert werden. Die getesteten Personen müssen sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses in Quarantäne begeben.

Für den Einsatz von Schnelltests sollte ein Testkonzept erarbeitet werden, in dem festgelegt wird, wer wann getestet wird. Eine regelmäßige Testung aller Mitarbeiter führt zu einem erheblichen organisatorischen Aufwand und sollte daher sehr genau überlegt werden.



Welche Selbsttests gibt es?

Nach § 11 Absatz 1 Medizinproduktegesetz zugelassene Antigen-Tests auf SARS-CoV-2 zur Eigenanwendung für Laien stellt das  Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Verfügung.



Wer trägt die Kosten eines Schnell-/Selbsttests für Betriebe?

Wenn Unternehmen ihre Belegschaft oder ihre Kunden testen lassen wollen, kommen sie aktuell selber für die Kosten auf.