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Solides Fundament für Selbstständige

Tipps zur Altersvorsorge für Betriebsinhaber im Handwerk

Heute schon an morgen denken - in betriebswirtschaftlicher Hinsicht ist diese Maxime fest bei vielen selbstständigen Handwerksunternehmern verankert. Und auch beim Thema Altersvorsorge sollte das so sein. Die Betriebsberatung der Handwerkskammer für Unterfranken ist erster Ansprechpartner für Betriebsinhaber, um Fragen rund um die Altersvorsorge zu beantworten. Grundsätzlich sollten auch selbstständige Handwerksunternehmer ihre Altersvorsorge auf verschiedene Säulen stellen. „Da niemand die zukünftigen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf einzelne Vorsorgemodelle vorhersehen kann, kann ich das Risiko auf diese Weise angemessen streuen.“ Bei Ausfall oder Ertragsminderung eines Produktes könne ein anderes diese Lücke ausgleichen. Denn „Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Vorsorgeprodukte gleichzeitig eine ungünstige Wertentwicklung nehmen, ist sehr gering“, so Michael Pfister, Betriebsberater der Handwerkskammer für Unterfranken.

Altersvorsorge für Betriebsinhaber im Handwerk:
Der richtige Mix

  • klassische gesetzliche sowie
  • private Rentenversicherung,
  • Immobilienvermögen
  • Beteiligungen

Gesetzliche Rente: Regelungen für selbstständige Handwerksunternehmer

Inhaber eines zulassungspflichtigen Handwerksbetriebs der Anlage A sind gesetzlich dazu verpflichtet, in die Rentenversicherung einzuzahlen, wenn sie selbst über die notwendige fachliche Qualifikation wie z. B. den Meistertitel verfügen. Das gilt ebenso für Gesellschafter von Personengesellschaften bei Betrieben der Anlage A sowie für Witwen/Witwer und Erben dieser Handwerksbetriebe. Inhaber von Betrieben der Anlage B1 und B2 sowie Kleinunternehmer und Geringverdiener sind hingegen nicht rentenversicherungspflichtig.

Befreiung möglich, aber sinnvoll?

Rentenversicherungspflichtige Betriebsinhaber können sich nach 216 Pflichtmonaten von der Handwerkerpflichtversicherung befreien lassen. „Um die Anwartschaft auf eine Rente wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit nicht zu verlieren, müsste jedoch auch danach noch ein freiwilliger Betrag weiter gezahlt werden“, verweist Michael Pfister.