Tipps zum Ausbildungsstart

Berichtsheft, überbetriebliche Unterweisung und mehr

Für den optimalen Start in die Berufsausbildung haben wir hier einige wichtige Informationen zusammengefasst:

Das Berichtsheft ist als Ausbildungsnachweis für jeden Auszubildenden Pflicht. Er notiert darin stichwortartig die in Betrieb, Berufsschule und Lehrlingsunterweisung erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten. Das Berichtsheft ist somit Kontrollmittel für die ordnungsgemäße und vollständige Berufsausbildung und dient gleichzeitig als Zulassungsvoraussetzung für die Gesellenprüfung. Als Betrieb müssen Sie Ihrem Auszubildenden das Berichtsheft zu Beginn der Ausbildung kostenlos zur Verfügung stellen.

Erhältlich ist es bei der Handwerkskammer für Unterfranken, Rennweger Ring 3, 97070, Tel. 0931 309080 oder E-Mail: info@hwk-ufr.de .

Unter www.hwk-ufr.de/berichtsheft kann das Berichtsheft auch in digitaler Form als ausfüllbares PDF heruntergeladen werden.

Die Ausbildung im Handwerk ist durch die überbetriebliche Unterweisung als dritte Lernumgebung neben Berufsschule und Ausbildungsbetrieb geprägt. Die überbetriebliche Unterweisung bietet hier eine Ergänzungsfunktion zur Erfüllung der Anforderungen der Ausbildungsordnungen und gewährleistet den Erwerb einzelbetriebsübergreifender fachlicher Qualifikationen.

Über diese Ergänzungsfunktion hinaus ist ein wesentlicher Auftrag der überbetrieblichen Maßnahmen die Vertiefung sowie Systematisierung und Pädagogisierung der betrieblichen Ausbildung. Indem sie die Vermittlung dieser Handlungskompetenz, die angesichts wachsender Anforderungen an die Fachkräfte im Handwerk an Bedeutung gewinnt, entscheidend unterstützen, erhalten die überbetrieblichen Maßnahmen in der Erstausbildung einen besonderen Stellenwert und sind ein entscheidender Faktor für die Qualität der beruflichen Qualifizierung.

 Ausführliche Informationen zur ÜLU

Ausbildungsbegleitende Hilfen gibt es für Lehrlinge, die gravierende Schwächen in den berufsschulischen Fächern aufweisen. Der Antrag auf abH ist vom Auszubildenden bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit einzureichen. Dort liegen auch die Adressen derjenigen Ansprechpartner vor, die diese Hilfen anbieten. Für den Betrieb und dem Auszubildenden entstehen keine Kosten, da sie von der Agentur für Arbeit übernommen werden. Der Stützunterricht erfolgt in kleinen Gruppen.

weitere Informationen für Auszubildende

Dass eine Berufsausbildung nicht immer reibungslos abläuft, kommt vor. Erste Ansprechpartner sind hier die   Ausbildungsberater der Handwerkskammer für Unterfranken , die im Problemfall beraten und vermitteln. Viele Innungen haben einen Ausschuss zur Schlichtung von Lehrlingsstreitigkeiten, der Streitigkeiten schnell und fachkundig behandelt, da der Ausschuss neben einem unparteiischen Vorsitzenden noch aus einem Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer des jeweiligen Handwerks besteht.

Der Ausschuss entscheidet über den Streit durch einen Spruch, falls es zu keiner Einigung kommt. Erkennen die Parteien den Spruch an oder wird nicht innerhalb von 2 Wochen Klage beim Arbeitsgericht gegen den Spruch erhoben, so wird der Spruch rechtskräftig. Ist ein Ausschuss zur Schlichtung von Lehrlingsstreitigkeiten nach § 111 Abs. 2 Arbeitsgerichtsgesetz gebildet worden, so muss dieser angerufen werden, bevor das Arbeitsgericht eingeschaltet wird. Die Anrufungsfrist beträgt drei Wochen und ist eine prozessuale Ausschlussfrist. Darüber, ob ein Ausschuss bei den angeschlossenen Innungen besteht, informiert Sie die Geschäftsstelle.

Ihre Fragen können Sie jederzeit über unsere Hotline an die Ausbildungsberatung richten:

 0931 30908-33 33

 Team der Ausbildungsberatung